Der Aufstiegsrat bloggt über Fußball

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Der Aufstiegsrat!


19.02.2020| Nach einer Auszeit von 2 Jahren, kommentiert RFT wieder das Geschehen im Fußballsport. Im Blickfeld stehen dabei der FC Würzburger Kickers und der Karlsruher SC. Mit den Kickers bin ich dank der Trainer-Legende Richard Saller seit 1975 verbunden. Das KSC-Gen habe ich als Karlsruher in der Blutbahn. Seit Jahrzehnten bin ich, was Leidensfähigkeit betrifft, im doppelten Sinn gestählt. In meiner aktiven Zeit habe ich 38 Jahre Fußball gespielt und viele Jahre als Trainer (B- und A-Schein) in den unterschiedlichsten Spielklassen gewirkt. Dazu kann ich auf 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Vereinsarbeit zurückblicken. 

 

 

Der Aufstiegsrat "bloggert" jetzt auch unter https://www.facebook.com/RudolfFThomas

 

"Der ist so schnell, der schießt die Ecke und köpft anschließend den Ball ins Tor. 

(Rudolf F. Thomas)

 

Sonderausgabe Rothosen-Journal vom 7. Juli 2006
Kickers gegen den FSV Mainz 05 mit dem jungen Trainer Jürgen Klopp zum Runterladen.
Sonderausgabe Mainz.pdf
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In Erinnerung an ein denkwürdiges Benefizspiel
10.08.2020 | Am 24.05.2011 verabschiedete sich der schwer erkrankte Coach Michael Schaudt, wohl wissend, dass es kein Wiedersehen mehr geben wird, mit einem Benefizspiel von seinen Kickers.
Schaudt-Benifiz 24.05.11.pdf
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Im Bundesliga-Unterhaus herrscht Finanzalarm

 

24.11.2020 | Die Zweitligavereine schlagen Alarm: Es droht eine ganze Saison ohne relevante Zuschauereinnahmen. Hinzu kommen Mindereinnahmen bei den TV-Erlösen ab der Saison 21/22, die der Corona-Krise geschuldet sind. Viele Vereine sind gezwungen, weitere Gehaltsverzichte bei den Profis einzufordern. 

Die Fußball-Zweitligisten geraten immer mehr wegen der weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen in die Bredouille. In der vergangenen Woche haben sich die Geschäftsführungen der 18 Clubs in Videokonferenzen über ihre finanzielle Situation wechselseitig informiert. Die besprochenen Schnittmengen sind vielseitig. So geht in der Liga keiner mehr davon aus, dass in dieser Spielzeit in größerer Zahl Zuschauer in die Arenen "stürmen". 

Insgesamt 200 Millionen Euro weniger wird die Deutsche Fußball Liga (DFL) jährlich im Schnitt bis 2024/2025 erlösen. Was das für die einzelnen Vereine genau bedeuten wird, ist noch offen. Nimmt man den bisherigen Verteilungsschlüssel als Grundlage, so wird jeder Verein rund 15 bis 20 Prozent weniger TV-Gelder einstreichen. Der FC Würzburger Kickers kann getrost pro Saison mit einer Million Euro weniger planen. Für die aktuelle Runde bekommt er insgesamt 7,49 Mio. Euro und ist damit in der Geldtabelle Schlusslicht. Hannover 96 führt mit 22,46 Mio. Euro vor Fortuna Düsseldorf und dem HSV die Geldtabelle an. 

Am 7. Dezember wird die DFL die künftige Verteilung der TV-Gelder bekanntmachen. Derweil wird hinter den Kulissen heftig gefeilscht. Die Verschiebungen von Investitionen und auch Gehaltsverzichte rücken bei allen Vereinen in den Vordergrund. Bei den meisten Clubs sind weitere Einsparungen im Kader im Gespräch. 

In der Marktwerttabelle aller Spielerkader der 2. Bundesliga rangieren die Kickers mit taxierten 8,85 Millionen Euro auf dem letzten Platz. Zum Vergleich:

 

Eintracht Braunschweig: 9,1 Mio. Euro;

SSV Jahn Regensburg: 11,63 Mio. Euro;

Spvgg. Fürth: 12,7 Mio. Euro;

1. FC Nürnberg: 22,03 Mio. Euro;

Hannover 96: 30,23 Mio. Euro;

Hamburger SV: 37,78 Mio. Euro  

 

Auf einen nennenswerten marktwertigen Profi können die Kickers in der laufenden Saison (noch) nicht verweisen. Mit den durchaus cleveren Transfers von Luca Pfeiffer und Vincent Müller erzielte der FWK rund 2 Millionen Euro. Viel Geld für einen Aufsteiger, der bis jetzt gut durch die Corona-Krise gesteuert wurde. Von den Transfererlösen investierten die Kickers laut Transfermarkt insgesamt 970.000 Euro und zwar 

 

450.000 in Mitja Lotric

300.000 in Ridge Munsy;

100.000 in Vladimir Nikolov;

  70.000 in Lars Dietz und 

  50.000 in Patrick Sontheimer      

 

Die beiden Trainerentlassungen schlagen vorerst auch ins Obligo. Aber beide Trainer sind aufgrund der Wettbewerbsverhältnisse spätestens im Januar unter Zugzwang. Zum einen geraten Trainer schnell in Vergessenheit (siehe Markus Weinzierl), zum anderen sind zu viele von ihnen auf dem Markt, die einen neuen Club suchen. 

Auch wenn die Saison mit dem neuen Spielerkader für die Kickers holprig begonnen hat, darf man dem Management um oder wegen Felix Magath, noch einiges in der Entwicklung zutrauen. Mit Sebastian Schuppan ist jetzt der "Interims-Sportdirektor" abgelöst und endlich einem Proficlub würdig, personell angemessen besetzt worden. Das Kompetenz-Team Bernhard Trares, Sebastian Schuppan und Felix Magath macht zumindest mir Hoffnung auf den Klassenerhalt.     

 

 

113 Jahre und kein bisschen weise

 

17.11.2020 | Bei jedem Geburtstag unserer Kickers fällt mir der legendäre Curd Jürgens ein. Nein, er war kein Fußballspieler, nicht einmal ein akzeptabler Sänger, dafür ein großer internationaler Schauspieler. 1975 sang er zu seinem 60. Geburtstag "60 Jahre und kein bisschen weise". Einige (etwas veränderte) Textpassagen treffen auch auf die Kickers zu:

 

"Ich habe manchen Kratzer abgekriegt, zu sagen, es war halb so schlimm, das wär' gelogen.

Ich habe längst nicht immer nur gesiegt, die Pose hat darüber weg getrogen.
Mag sein, er hing mir mal zum Halse raus, der Wirbel, den ich machte.
Doch wenn ich ehrlich bin, ich ließ nichts aus, wenn es Schlagzeilen brachte.
113 Jahre und kein bisschen weise, aus gehabtem Schaden viel gelernt.
113 Jahre auf dem Weg zum alten Eisen und doch viele Jahre davon entfernt.
Und du, mein Freund, findest mich attraktiv, wie soll ich dir nur danken?"

 

 

FC Würzburger Kickers e. V. ich wünsche uns allen alles Gute und viel Erfolg! 

 

 

Tatatata - es geht immer noch toller!

Jetzt Trares für Bares am Dalle

 

11.11.2020 | Irgendwie erinnert mich das schräge Szenario "Trainer rein, Trainer raus" an den "Schäng", als der den Schumachers Toni in der Halbzeitpause im Zweitligaspiel Fortuna Köln gegen SV Waldhof (15.12.99) mit den Worten „hau ab in die Eifel. Du määs minge Verein kapott. Du häss hee jar nix mie zu sare“ entlassen hat. Co-Trainer Ralf Minge zeigte sich mit Toni solidarisch. Also gab Präsident und Alleinherrscher Jean Löring ("Schäng") kurzer Hand selbst den Trainer. Das gab es seither nie mehr im Profifußball.
   

Felix Magath traue ich durchaus zu, dass er im Baumarkt eine Weihnachtsbeleuchtung kaufen möchte und sich dann in allerletzter Sekunde an der Kasse doch lieber für eine Kettensäge entscheidet. Die nahm er in die Hand, als er den "Micha" nach zwei verlorenen Spielen absägte. Seither wird er auf den Plattformen sogenannter Sozialer Medien mehr verschmäht, als untreue Männer, die Frau und Kind grußlos verlassen haben. Felix (lateinisch), der Glück bringende (deutsch), veränderte über Nacht die Gefühlslage zahlreicher Kickersfans.

Der "Micha", der nach dem Aufstieg der Kickers ein angebliches Angebot der TSG Hoffenheim in Erwägung zog, war weg fort, nicht mehr gesehen! An seine Stelle folgte Marco Antwerpen aus Unna bei Dortmund. "Anti" wurde am 18. Dezember 2019 Nachfolger von Christian Flüthmann. Der durfte nach dem 19. Spieltag bei Eintracht Braunschweig, quasi zum Weihnachtsfest sein Bündel packen, obwohl die Mannschaft auf dem 3. Tabellenplatz stand. Antwerpen stieg mit der Eintracht in die 2. Bundesliga auf und musste gehen. Damit vollzogen die Niedersachsen in zwei Jahren den fünften Trainerwechsel. So ist das Geschäft namens Profifußball!

  

Magath hat nach seinen Worten mit der Verpflichtung von Antwerpen einen Fehler gemacht. Die eigentliche Fehlentscheidung war der falsche Zeitpunkt der Trennung von "Micha". Mit Schiele (läuft da was mit dem MSV?) hätten sich die "Kickers-Experten" nach dem Aufstieg auf fairer Basis einigen können. Dazu fehlte allen Beteiligten der Mut, obwohl schon lange klar war, "Micha" wird unter "Felix Kettensäge" kein Bein mehr auf den Rasen bekommen. 

 

Ab sofort Trares für Bares am Dalle

 

Nun, das gebe ich gerne zu, freue ich mich aus zwei Gründen auf Bernhard Trares: Mit ihm ist sicher, dass "Holler" auf Würzburgs Höhen in Ruhe weiter Golfen kann. Zweitens beendete Bernhard 2004 seine Spielerkarriere beim KSC. Und wer einmal im Wildpark Spieler war, der wird dort niemals vergessen. Das ist leider bei den Kickers anders, wie mir gestern wieder einmal bewusst wurde, als ich zufällig "Romy" traf. "Wir, waren noch Familie", sprach er. Damit hat Ginel Roman alles gesagt: Ende. 

 

Trares für Bares

Neuer Cheftrainer am Dallenberg: Bernhard Trares, 55, vormals SV Waldhof Mannheim. Bild: Sport1

Der "Schäng" Löring

Sein Spruch "Ich als Verein musste reagieren" ging in die Kölsche Fußballgeschichte ein. Jean Löring war Präsident vom SC Fortuna Köln. Er verstarb 2005 im Alter von 70 Jahren. Bild: DFB

Der "Tünn" 

Harald Schumacher, den sie beim "Effzeeh" Toni rufen und der auch noch Tünn genannt wird, war Europameister, zweimaliger Vize-Weltmeister, zweifacher Deutscher Meister, Dreifacher Pokalsieger, zweifacher Fußballer des Jahres und FC-Rekordspieler (422 BL-Spiele für Köln, 772 Gesamteinsätze). Bild: FC Köln

 

 

Schauen, was passiert, ist Durchschnitt

 

03.11.2020 | Wolfgang Hesl stand am 21. Oktober 2017 im Tor. Es war der 13. Spieltag in Liga drei. Er kassierte vom SV Wehen Wiesbaden 5 Buden. Die Mannschaft hatte 10 Punkte auf dem Konto. Sie war Vorletzter, was ein Dilemma! Als wäre das nicht schon genug Elend für einen gebrauchten Fußballnachmittag, bat mich das Vorstandsmitglied Sebastian Herkert zu einem Gespräch mit Interimstrainer Michael Schiele. Auf den war ich angesichts der Klatsche sauer. Zu meiner Überraschung wurde er mir als neuer Cheftrainer vorgestellt. "Auch das noch", dachte ich.

Was ich denn an der Mannschaft ändern würde, war die Kernfrage. "Torwartwechsel", lautete meine knappe Antwort, die beide Sportsfreunde überraschte. Hesl stand zwar mit der Gelassenheit eines Routiniers im Tor, aber er hatte keinen Biss. Ein Torwart muss in der Kiste Emotionen von hinten heraus freisetzen. Der Kampf ist die Voraussetzung für den Sieg. Schiele reagierte und beim nächsten Spiel bei der Fortuna in Köln war Patrick Drewes die Nummer eins. Der zeigte die notwendige Aggressivität, die ein Torhüter haben muss. Leider wechselte er am Saisonende nach Bochum, wo er die Nummer zwei ist.

Wenn ich Fabian Giefer im Tor beobachte, dann erkenne ich Parallelen zu Wolfgang Hesl. Es ist nicht so, dass er unsicher wirkt, nein, er hat aber immer zwei bis vier Situationen in denen er flatterhaft pariert. Der Gegner bedankt sich und der Trainer wird völlig zu Recht wahnsinnig. Marco Antwerpen hat eine Diskussion um Fabian Giefer entfacht. Na und? Es gibt nichts zu diskutieren, ein Trainer muss handeln. Und das nicht nur auf der Torwartposition. Er hat einige Baustellen in der Mannschaft, die er dringend schließen muss.
Antwerpen kann nur noch gewinnen, denn wenn die Mannschaft am Freitag in Heidenheim verliert, dann wird es, so vermute ich, für ihn am
Dallenberg zappenduster. 

 

 

 

Nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern

 

26.10.2020 | Wir hoffen immer auf den nächsten Spieltag, wahrscheinlich erhofft sich die Mannschaft für den nächsten Spieltag einiges von uns Zuschauern und Fans. Mehr Unterstützung wäre ein Schritt. Wo möglich sogar Solidarität mit den Spielern, den Trainern und dem Team hinter der Mannschaft. Auch mit den "Verrückten", die das alles bezahlen.

Ohne Geld wäre in der Saison 2011/2012 der Aufstieg in die Regionalliga Bayern nicht machbar gewesen. Und wer sich noch weiter zurückerinnert, der weiß wie ernst vor nicht einmal 20 Jahren die finanzielle Lage war, als nur noch einzelne, heute ältere Kickers-Freunde, für den Fortbestand unseres Vereins sorgten. Im Fußball wird alles schnell, wahrscheinlich zu schnell vergessen, weil Woche für Woche der nächste Spieltag ruft.

 

Noch gehen wir davon aus, dass am nächsten Sonntag gegen Bochum gespielt wird. Zuschauer? Fans? Zu viele von denen haben in dieser unwirklichen Zeit nichts anderes zu tun, als im Social-Media-Zirkus über Trainer und Funktionäre Häme auszubreiten. Das mediale, überwiegend anonyme Geschrei nach "Micha" ist peinlich und nutzlos. Die Behauptung, Spieler aus der Aufstiegsmannschaft hätte Magath fortgeschickt, ist an den Haaren herbeigezogen. Erinnerungen:

Gnaase war bei Schiele nicht gesetzt.

Pfeiffer war angesichts der hohen Ablösesumme und des Geldes wegen nicht zu halten.

Vincent Müller will in Eindhoven seine Chance nutzen.

Kaufmann hatte mit Braunschweig längst alles klar gemacht.

Leihspieler Vrenezi war ebenfalls bei Schiele nicht gesetzt, jetzt sorgt er in Regensburg für positive Schlagzeilen. Maxi Breunig wurde nur sporadisch in Liga drei eingewechselt und unter Schiele zu Admira Flyeralarm Mödling weitergeschoben: Punkt!   

 

Corona und die massiven Folgen der Einschränkungen schieben den Sport in seiner gesamten Vielfalt an den Abgrund. Ich bedauere alle Vereine, die ihre Sportart in der Halle ausüben wollen und nicht können, wie sie wollen. Eishockeyklubs zum Beispiel sind auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Der Bundesligafußball hängt am Tropf von Medien-Unternehmen, die Fernsehgelder an die DFL bezahlen. Von welchen Einnahmen sollen die Amateurvereine ihren Spielbetrieb, wenn er denn noch stattfindet, finanzieren?

 

Der FC Würzburger Kickers ist bisher sauber in der Covid-19-Krise über die Runden gekommen. Dafür sorgten ausschließlich die Sponsoren um Thorsten Fischer. Häme und laienhafte Forderungen bringen weder Geld ein, noch kann man sie bilanzieren. Gerade in der Zeit der Krise ist Loyalität gegenüber den Entscheidungsträgern besonders angebracht. Persönliche Ressentiments taugen nicht zur Krisenbewältigung. Jede Krise bringt Gewinner und wahre Freunde hervor. Die Kickers sind trotz Corona sehr gut aufgestellt. Das ist in erster Linie ein Verdienst derer, die als Geldgeber Vertragstreue beweisen.   

 

 

 

Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

 

19.10.2020 | Am 18. Dezember 2016 gewannen die Kickers mit 3:0 gegen den Favoriten VfB Stuttgart. Anschließend war Weihnachtsfeier: Begeisterung pur! Die Mannschaft von Bernd Hollerbach stand auf dem 6. Tabellenplatz nur 5 Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt. Entsprechend wurde auf der Weihnachtsfeier geschwelgt.

"Das Wunder von Bernd" wurde in der Rückrunde auf den Boden der Tatsachen geholt. Die Mannschaft wurde durchgereicht in Liga drei, weil die Spieler und ihr Trainer es nicht verstanden haben, die Früchte aus der Vorrunde zu ernten. 

Jetzt sind die Kickers wieder in der 2. Bundesliga, aber noch nicht richtig angekommen. Aus dem neu formierten Spielerkader hat sich bisher keine Mannschaft herauskristallisiert. Wen wundert`s? Das Transferfenster ist erst seit dem 5. Oktober geschlossen. Cheftrainer Marco Antwerpen hat gegen Greuther Fürth einen Punkt geholt und nun gegen Holstein Kiel verloren. Na und? Er und die Spieler benötigen Zeit. Eine ligataugliche Mannschaft entwickelt sich nirgendwo binnen 14 Tagen.

Die Transfers von Neuzugängen tragen seit Februar die Handschrift von Felix Magath. Ist das etwa ein Grund, um über ihn Spott und Häme auszugießen? Klar wurde Michael Schiele entlassen. Und ja, wieder einmal hat es die Vereinsführung nicht verstanden, professionell und sauber zu kommunizieren. Aber Magath ist nicht der Vereinsvorstand, er ist auch nicht in der Kickers AG in Funktion, sondern er leitet die sportlichen Aktivitäten der Flyeralarm global Soccer GmbH. Geschäftsführer ist Thorsten Fischer und somit sein Boss. "Wer zahlt, schafft an!"

 

Vom Niveau der 2. Bundesliga meilenweit entfernt

Bisher ist am Dallenberg auch noch keine ernst zu nehmende Fanszene, geschweige eine über die Region hinaus anerkannte Fankultur entstanden, die annähernd mit Vereinen der 2. Bundesliga mithalten kann. Die Außendarstellung ist selbst im eigenen Stadion bescheiden. Bei Auswärtsspielen war sie bisher kaum nennenswert und die Homepage des "Dallenberg Supporter Clubs" informiert über "3. Liga verlegt 28. und 29. Spieltag". Der Eintrag stammt vom 11. März 2020 "by Tanja". Mehr Aktualität hat der DSC auch nicht auf Facebook vorzuweisen. Um es zu präzisieren: Der DSC ist in einem mäßigen Zustand. Offenbar existiert ein eklatantes Führungs- und Kommunikationsproblem. Hier darf man sich an den Grundsatz von "erst vor der eigenen Tür kehren, bevor man andere kritisiert" erinnern. 

 

 

 

Vom Frösche schlagen in der Parallelwelt

 

08.10.2020 | Früher beim Kiliani Volksfest gab es einen Stand, bei dem wir uns nach einem zünftigen Aufenthalt im Festzelt versammelten. Wir testeten nach ein paar Maß Festbier unsere Reaktionsfähigkeit. Frösche schlagen, nannten wir das. Den Stand gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. So viel ich weiß, haben Tierschützer dafür gesorgt. Aus Löchern sprangen Frösche ähnliche Figuren heraus. Mit einem Knüppel in der Hand kloppten wir sie zurück. Nach der Entlassung von Michael Schiele habe ich mich dank einiger Kommentare vor allem auf Facebook an diesen Kiliani-Spaß erinnert. Endlich konnten einige "Experten" mit ihrem begrenzten Vokabular auf die Kickers-Verantwortlichen eindreschen. Sozusagen Kiliani verkehrt herum: Die Frösche versuchten zu knüppeln, trafen aber nicht. Wer waren die Frösche? Ehemalige Jugendtrainer, die wohl nicht mehr ins NLZ-Konzept passten. Offenbar zu Recht!
 

Wenn ein Vizepräsident des Kickers e. V. und parallel dazu Aufsichtsrat der Kickers AG im Kontext mit der Trainerentlassung von seinen Funktionen zurücktritt, dann fehlt es ihm an Professionalität. Ein Fußball-Funktionär sollte sich niemals zu eng an einen Trainer binden. 

 

Das Spiel gegen Fürth war in weiten Strecken ansehnlich. Es bot aber keinen Grund, um in Euphorie zu verfallen. Cheftrainer Marco Antwerpen hat erste Akzente gesetzt. Mit den Neuverpflichtungen scheint sich der Spielerkader qualitativ verstärkt zu haben. Am Sonntag, 18. Oktober, dürfen wir also gegen Holstein Kiel ein Update erwarten, das vor allem die Sicherheitslücken in der Abwehr schließt.

 

1,5 Millionen Euro Ablöse für Luca Pfeiffer sind ein weiteres Indiz dafür, dass sich der Profifußball in einer Parallelwelt bewegt. Beim besten Willen und unter Einbeziehung von Respekt für die Leistungsfähigkeit von Luca, aber seinen Wert auf 1 500 000 Euro zu taxieren, ist entweder clever oder nur verrückt. Wenn er am 20. Oktober mit FC Midtjylland in der Champions League gegen Bergamo spielt und eine Woche später gegen Liverpool ein Tor schießt, dann schüttle ich erst Recht mein graues Haupt. Bevor ich es vergesse, in der Europa League könnte Vincenz Müller (Wert 500 000 Euro) beim PSV Eindhoven im Tor stehen. Ja, im Fußball ist auch das möglich, was man nicht einmal im Traum für möglich hält.  

 

 

Es geht weiter, immer weiter!

 

01.10.2020 | Im Februar 2014 herrschte pure Begeisterung. Das Projekt 3 X 3 wurde vorgestellt. Es folgten mehrere Mitgliederversammlungen, in denen peu à peu die Satzung geändert wurde. Der Ausgliederung der Regionalligamannschaft aus dem eingetragenen Verein (e. V.) in eine Kapitalgesellschaft (AG) wurde von den Mitgliedern mit knapp 100 Prozent zugestimmt. Viele Mitglieder bekamen angesichts der rosigen sportlichen Aussichten glänzende Augen. Mahnende Worte wollten nur ganz wenige hören. Kritische Stimmen wurden "diplomatisch" entsorgt. Immer wieder wurde die Floskel von der Kickers-Familie in der Öffentlichkeit strapaziert. Als ich vor zwei Jahren meine Mitgliedschaft aufkündigte und die Main-Post darüber berichtete, schauten mich einige aus der "großartigen Familie" nur noch von der Seite an. Einer, der seit einiger Zeit im e. V. Aufsichtsrat sitzt, schrieb mir "hauen Sie ab, gehen Sie nach Karlsruhe". Auch egal, weil jeder sein geistiges Niveau selbst bestimmt. 


Ich muss kein Mitglied mehr sein, um trotzdem Kickers zu sein. Mir liegt das ganze VIP-Gedöns nicht. Ich stehe lieber im Block 1 und unterhalte mich mit Old-School-Fans, die in verdammt dürren Zeiten zuverlässig dabei waren über Erlebnisse, die heutzutage für junge Fans abenteuerlich klingen mögen.

 

Die Mehrheit der Mitglieder hat sich für den Profifußball entschieden. Das Gejammer über die Entlassung von Michael Schiele ist so überflüssig wie die Kommentare dazu in den Social Medien. Selbstverständlich ist eine Trennung menschlich schwer zu verstehen, erst recht von einem guten Typ wie Michael. Aber Schiele weiß um die Gesetzmäßigkeiten und er müsste auch seine Vertragspartner in der Kickers-AG kennen.

 

Als im Januar Felix Magath der Boss von Flyeralarm Global Soccer wurde, war doch klar, wohin die Reise geht. Magath hat in Interviews immer wieder von seiner Erfolgsorientierung gesprochen. Mittelmäßigkeit mag er nicht. 2. Bundesliga auch nicht besonders. Er will mit den Kickers in die 1. Bundesliga. Das weiß auch der neue Cheftrainer Marco Antwerpen. Entsprechend muss er Magaths Direktiven folgen. Am kommenden Sonntag gegen Greuther Fürth rollt der Ball weiter. "Schau mer mal!" 

 

 

Die Zeit ist das, was bald geschieht 

 

28.09.2020 | Da saß ich im Biergarten in der "Kutsche," um mir das Spiel Fortuna Düsseldorf gegen Würzburger Kickers Open Air im Kreis der letzten verwegenen Rothosen anzuschauen. Um 12 Uhr war das allgemeine Rätselraten um die Mannschaftsaufstellung gelöst. Daniel Hägele ist nicht mehr Spielführer. Plötzlich wurde ich zum Hellseher ernannt, weil ich Tage zuvor in meinem Kommentar "Das richtige Händchen ist gefragt", die Personalentscheidung des Trainers infrage stellte. Jetzt trägt Arne Feick die rote Binde. Hägele hat den Weg frei gemacht. Respekt dafür! Er weiß, dass er mit seinem Leistungsvermögen in der 2. Bundesliga an seine Grenzen stößt. Als zukünftiger Ergänzungsspieler kann er nicht Spielführer sein. 

Die Belastung für die Spieler ist in der Corona-Zeit durch die vielen Partien hoch. Deswegen ist es möglich, in einem Spiel bis zu fünf Wechsel vorzunehmen. Allerdings gibt es für diese fünf Auswechslungen nur drei Möglichkeiten während der Spielzeit plus eine in der Halbzeitpause. Cheftrainer Schiele hat sie wie folgt genutzt: 

74. Minute Herrmann für Baumann;

89. Minute Nikolov für Kopacz;

89. Minute Kraulich für Toko;

89. Minute Hansen für Sané.

 

Wir erinnern uns: In der 82. Minute fiel das 1:0 für Düsseldorf. Und in der 89. Minute bringt Schiele drei frische Spieler von der Bank. Darunter mit Kraulich und Hansen zwei Defensivspieler. Die Idee, wenn es denn eine war, ist nicht erklärbar. Zugegeben Schiele hat mich überrascht. In der Schlussphase wechseln Trainer gerne, um Zeit von der Uhr zu nehmen, wie es so schön heißt. Aber wir lagen 0:1 zurück! Hat ihm das niemand gesagt? 
Die Zeit ist das, was bald geschieht. Es naht das Derby gegen Greuther Fürth. Danach ist Länderspielpause und am 5. Oktober schließt die Transferliste. Ich blicke in meinen gläsernen Ball und sehe Felix Magath im Gespräch mit einem bekannten Trainer. "Ist das nicht...?" Nein, ich sage nichts! 

 

 

 

Das richtige Händchen ist gefragt 

 

21.09.2020 | Alles schien perfekt zu passen: Referenzen, Kompetenzen, Motivation, Social Skills und auch in den Interviews überzeugte er. Und dann das: Die Entscheidung des Cheftrainers ihn zum Spielführer zu machen, erwies sich in den bis jetzt absolvierten Spielen zumindest nicht als leistungsfördernd. Daniel Hägele, so mein Eindruck, trägt bleierne Manschetten an den Beinen. Zumindest verleiht ihm die Binde am Arm keine Flügel. Das ist schade, ist er doch genau der Typ, den sich ein Trainer als Spielführer wünscht. Die Ernennung eines Capitanos durch seinen Cheftrainer ist für beide Seiten immer heikel. Einerseits wird von den Spielern im hohen Maß Teamfähigkeit erwartet und andererseits traut man ihnen nicht zu, den richtigen Kollegen zu wählen.

Ein Spielführer muss im Spiel vorangehen. Seine Leistung für die Mannschaft ist in der Regel gesetzt, weil vorbildlich. An der Stelle mache ich mir Gedanken darüber, ob Michael Schiele mit seinen Personalentscheidungen das richtige Händchen hat? Hägele muss dringend im nächsten Spiel in Düsseldorf die Kurve kriegen. Schiele, und da gibt es kein vertun, muss die Abwehr stabilisieren. Er hat im Kader gestandene Profis, die wissen, wie 2. Bundesliga geht. Nach dem Auswärtsspiel kommt eine Woche später Fürth zum Derby. Nicht vorstellbar, aber möglich ist, dass man anschließend ohne Punkt in die Länderspielpause geht. Sollte es so kommen, dann folgen bestimmt neue, vermutlich unbequeme Personalentscheidungen.    

 

 

Schlimmer als trübe Aussichten sind gar keine    

 

11.09.2020 | "Ich habe mal einen Stammbaum machen lassen: Die Wurzeln der Beckenbauers liegen in Franken. Das waren lustige Familien, alles uneheliche Kinder. Wir sind dabei geblieben." Jetzt wissen wir, der Franz Beckenbauer hat fränkische Wurzeln und wird heute 75 Jahre alt. Etwas von seinem begnadeten Fußballertalent könnte die neu formierte Mannschaft von Cheftrainer Michael Schiele durchaus gebrauchen. Am Montag ist DFB-Pokalspiel gegen Hannover 96. Es wird also ernst am Dalle. Die unnötige Niederlage im Toto-Pokalendspiel bei 1860 München hat Schwächen offengelegt. Eine davon bot Spielführer Daniel Hägele, der neben sich stand, um das zu bestätigen, durfte er auch noch einen Elfmeter verschießen. 
Bei fünf Auswechslungsmöglichkeiten frage ich mich, zumal auf der Ersatzbank sechs Feldspieler saßen, warum die erst ab der 73. Minute (eine in der 90. Minute) genutzt wurden? Alles in allem waren das keine guten Vorzeichen für das, was sich allgemein ab Montag 2. Bundesliga-Niveau nennt. Freilich sind trübe Aussichten besser als gar keine Perspektive. Ja, ich weiß auch von dem tollen Pokalspiel vor einem Jahr gegen Hoffenheim. Heuer ist alles anders: Die Kickers sind gegen Hannover kein Außenseiter. Das Spiel wird zum Gradmesser für das, was in der besten Zweiten Liga der Welt auf die Mannschaft Woche für Woche zukommt. Neben Cheftrainer Schiele steht jetzt auch der selbst ernannte Vereinsentwickler Felix Magath auf dem Prüfstand. 
„Ja gut, es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage.“ (Franz Beckenbauer)

 

 

 

Die Entfernung zu den Fans wird größer    

 

03.09.2020 | Das kann man machen, muss man aber nicht. Gemeint ist dieses lieblose "Danke-T-Shirt" auf dem alle Namen derer aufgetackert wurden, die auf eine anteilige Rückerstattung der Saisonkarte 19/20 verzichteten. Vielleicht der zweitgrößte Merchandising-Fehlgriff nach dem "überragenden" Flop mit den Kickers-Klatschpappen beim Heimspiel gegen Hansa Rostock im April 2016? 
Echte Fans sind ihrem Verein treu, verzeihen Niederlagen, fahren mit zu Auswärtsspielen, lassen sich sogar das Vereinslogo tätowieren und erdulden auch sonst so manchen Schmerz. Wir alle sind geplagt von den vielen unsäglichen Geisterspielen, die vermutlich zum Saisonbeginn halbgeistig fortgesetzt werden. Das Fanlager entzweit sich dann in Gruppen mit und ohne Eintrittskarten - ein Jammer!

Beklagenswert ist auch die mäßige Kommunikation, die vom Dallenberg gesendet wird. Dahinter ist keine Fan-Bindungsstrategie erkennbar. Also habe ich mich bei anderen Vereinen informiert, um zu sehen, was die veranstalten. Zu meinem Erstaunen gibt es im Rahmen von Familientagen Trainer- und Spielervorstellungen mit Livemusik und Entertainment. Die Veranstaltungen werden als Public Viewing in verschiedene Sponsoren-Locations übertragen. Auf Würzburg bezogen nehme man die vorhandenen Hofbräu-Biergärten, wie zum Beispiel das Gasthaus "Zum Postkutscherl", die Jahnterrassen, den Hofbräukeller und wer noch dafür geeignet ist. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg zu den Fans. 

Sportlich sind die Kickers in der 2. Bundesliga. Die Kommunikation zu und mit den Fans ruht in der Stille des Dallenbergs vor sich hin. Wer glaubt, mit der Kickers-App ("Das Spiel wurde angepfiffen") in Kombination mit den inhaltsarmen Kickers-TV-Interviews leiste er einen umfänglichen Beitrag zur Fan-, vielleicht sogar zur Kundenbindung, der hat zwingend Weiterbildungsbedarf.         

 

 

 

Keine Lust auf ein Selfie mit Marvin  

 

26.08.2020 | Es war am Samstag, 18. Mai 2019: Jubel, Party, Selfies! Der Held bei der Aufstiegsfeier im Wildpark war der Torschützenkönig der dritten Liga. Fans standen für ein Selfie mit ihm an. Ich stand direkt daneben und beobachtete den Marvin Pourié. Etwas in seinem Blick sagte mir, der ist keiner von uns. Ob ich denn kein Bild mit ihm machen wollte, wurde ich gefragt. Natürlich nicht! Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten können. Bei mir im Büro hängen Bilder und Autogramme u. a. von Horst Hrubesch, Seppl Herberger, Fritz Walter, Toni Schumacher, Mehmet Scholl, Anthony Yeboah und, und, und. Zu diesen Charakteren passt kein Marvin Pourié. Der Ärger mit ihm war im KSC vorgegeben. Marvin P. wurde zum Ballast. Deshalb wurde er nach Braunschweig verliehen und jetzt will ihn wohl auch Kaiserslautern "leasen". "Oliver Kreuzer fahr ihn mit der Schanzkarre hoch auf den Betze!"

 

Zu meiner Herzensangelegenheit Kickers passt auch nicht jeder Spieler. Typen, die das Trikot spazieren tragen und dann noch so tun, als wären sie die Erhellung des Dallenbergs, ertrage ich nicht. Patrick Breitkreuz, war ein Komplettausfall. Orhan Ademi, erzielte zwar einige Tore, konnte aber keine Lunte zum Glühen bringen. Und erst dieser Marco Königs! Du liebe Zeit, wo ist der auf dem Platz überall sinnlos herumgerannt, um in zwei Jahren ganze zwei Tore zu erzielen? Der wollte 2. Bundesliga spielen - was für eine Selbstüberschätzung. Zu meiner Beruhigung ist er jetzt, wie viele andere seines "Kalibers" auch vereinslos. 
 

In der kommenden Saison messen sich der KSC und die Kickers wieder einmal in der 2. Bundesliga. Es geht für beide Mannschaften um den Klassenerhalt. Karlsruhe hat im Kader wenig Ab- und Zugänge. Die Kickers müssen viele neue Spieler und somit auch Charakteren integrieren. Ich bin gespannt, wie schnell das gelingt.   

 

 

 

Richard spielt jetzt mit Holger  

 

18.08.2020 | Der Altmeister sieht "in den nächsten Wochen Spieler auf dem Markt, an die man jetzt noch nicht denkt". Kaum hatte Felix Magath im Kicker Sportmagazin das Interview beendet und schon wurde Holger Badstuber intern vom Bundesligakader des VfB Stuttgart zum Regionalligakader transferiert. Marktwert laut Transfermarkt 375 Tausend Euro. Jetzt spielt er zusammen mit Richard Weil (ja unser Aufstiegs-Richard) in der Regionalliga Südwest. Im Transfermarkt sind einige ehemalige Kickers-Spieler als vertragslos gemeldet. Nejmiddin Daghfous zum Beispiel: Mittlerweile ist er 33 Jahre jung. Er wird es bei der Suche nach einem Verein schwer haben. Patrick Göbel und Björn Jopek sind auch vereinslos. Haben die sich etwa bei ihrem Wechsel nach Halle verzockt? Clemens "Schoppe" Schoppenhauer ist nach zwei Abstiegen in Folge (Aalen und Chemnitz) wieder in seiner Bremer Heimat und spielt für den FC Oberneuland in der Regionalliga Nord. Die Beispiele zeigen, Felix Magath hat recht! Im Transfermarkt sind einige bekannte Bundesligaspieler als vereinslos oder als chancenlos für ein Engagement in der 1. Bundesliga "geparkt". Anders ausgedrückt, wer nicht zur Bel Etage des Fußball zählt, muss zukünftig kleinere Brötchen backen. Eventuell sogar in Würzburg. Manchmal sichert auch weniger Geld die Existenz. 

 

 

Der hat schon Gelb! 

 

12.08.2020 | Neuzugänge sind dazu auserkoren unter den Fans für Diskussionen zu sorgen, bevor sie auch nur ein Spiel absolviert haben. Der Gesprächsstoff ist in allen Fanlagern gleich, die Typen sowieso: Pessimisten, Optimisten und die "ich weiß nicht". Wehe ein neuer Spieler hat eine nicht ganz astreine Vergangenheit, dann ist er schon vor dem ersten Spieltag verwarnt. Er hat Bewährung und steht unter strenger Beobachtung. So ähnlich ergeht es auch neuen Fans, die von traditionellen Fans als Erfolgsfans abqualifiziert werden. Ein "echter" Kickers-Fan war in der Saison 2003/2004 in der Bezirksliga mit dabei. Er kennt "Goce, Boze, Ginel, Zajo" und all die anderen Spieler persönlich. Und er kann Anekdoten von den Spielen in Hopferstadt, Erlach, Mömlingen und sonst wo erzählen. Ohne Frage, in der Bezirksliga, Bezirksoberliga, Landesliga, Bayern- und Regionalliga, war es schön, gab es doch immer etwas zu feiern. Am geilsten waren die Derbys: "Sucht euch eine andere Stadt, weil ihr keine Zukunft habt." Fanmarsch vom Vierröhren-Brunnen bis hinein ins "Hochwasserschutzgebiet". Punkt! Die Zeit ist vorbei und sie kommt auch nicht mehr, weil wir, die Kickers, sportlich und wirtschaftlich den anderen enteilt sind. Was bleibt? Integration derer, die sowohl als Spieler wie als Fans neu zu uns gekommen sind. Zusammenhalt macht stark und ist auch vernünftig. Herzlich willkommen!  

 

 

Mancher Profi wechselt als Löwe und endet als Bettvorleger 

 

30.07.2020 | Alfred Hitchcock: "Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen." Nun las ich gestern "Liebe Kickers-Familie!" und wusste sofort, es folgen glatte Worte, geschrieben von schmeichelnder Miene. Die Frage nach dem Charakter des Verfassers stelle ich nicht, ich kenne ihn nicht. Aber eins kann sich jeder Profi ins Kickers-Stammbuch schreiben: Sprecht mich ja nicht mit "Kickers-Familie" an. Wir adoptieren weder Spieler noch Mitglieder und bilden auch keinen Reigen in einem Namen tanzenden Kinderdorf. Und noch ein Gedanke: Alle Profis, die von unserem Dallenberg, wohin auch immer gewechselt sind, um angeblich den "nächsten Schritt" (was eine Plattitüde) zu machen, sind über das Kickers-Niveau nicht hinausgekommen oder spielen derweil eine, sogar zwei Klassen tiefer. Einige Namen gefällig? Schröck, Schoppenhauer, Elva, Benatelli, Kurzweg, Ademi, Skraladitis usw. Warum fällt mir an dieser Stelle Elia Soriano ein? Vermutlich sinnbildlich für Charakterlosigkeit. Wer als Löwe geht, endet manchmal als Bettvorleger. Auf Wiedersehen!  

 

 

 

Wenn es die Älteren richten 

 

24.07.2020 | Jugend forscht, jetzt nicht mehr! Zumindest nicht beim FC Flyeralarm Admira Mödling und auch nicht beim FC Würzburger Kickers. Sport-Manager Amir Shapourzadeh (37) ist seit Ende Mai in Mödling Geschichte. Ernst Baumeister (63), ehemaliger österreichischer Nationalspieler, war, bis er von Sharpourzadeh im Oktober 2018 freigestellt wurde, Trainer der Admira. Im Juni holte Felix Magath (66) Baumeister zurück und machte ihn zum Sportdirektor. Bereits im Februar installierte Magath Zvonimir Soldo (52) als Cheftrainer beim Össi-Bundesligisten. Der Kroate absolvierte 301 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart und war u. a. Cheftrainer beim 1. FC Köln. Assistenztrainer war Soldo beim chinesischen Klub Shandong Luneng, sein Chef: Felix Magath. Das Trio Magath, Baumeister, Soldo hielt am letzten Spieltag (4. Juli) die Admira in der österreichschen Bundesliga. Die Älteren haben es gerichtet! Gibt es erkennbare Parallelen zum FC Würzburger Kickers? Sportdirektor, Vorstandsvorsitzender der Kickers AG und Präsident des Kickers e. V. ist Daniel Sauer (38). Michael Schiele (42) zählt in der Position eines Cheftrainers auch zur jungen Garde. Beide Entscheidungsträger dürfen seit Januar erfahren, was es bedeutet, wenn ein Vollprofi wie Felix Magath an einigen Stellschrauben dreht. Für die Karriere von Trainer Schiele ist Magath Mentor und Glücksfall zugleich. 

 

 

Geisterspiele sind ein notwendiges Übel

 

20.07.2020 | Was waren das im Vorfeld des Wiederbeginns für Diskussionen? Die einen, darunter auch einige Kickers-Fan-Gruppen, forderten im Mai unter der Überschrift "König Fußball über allem!", das sofortige Ende der Saison 19/20. (Nachzulesen unter https://b-block-wuerzburg.de/) Am Samstag Nachmittag des ereignisreichen 4. Juli marschierten die gleichen Kickers-Fan-Gruppen vor die Flyeralarm-Arena, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu feiern.
"Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt", wusste der Polymathe Aristoteles. Ein voreiliges Ende der Saison im Mai hätte dem FWK (damals Platz zehn) wenigstens eine weitere Spielzeit in der 3. Liga garantiert. Duisburg und Waldhof wären vielleicht aufgestiegen; Zwickau, Chemnitz, Großaspach und Jena abgestiegen. Wie froh man jetzt in Zwickau über die Geisterspiele ist, kann ich nur ahnen.

 

Kritik an DFL und DFB, wie von Fan-Gruppen gerne geäußert, beinhaltet fast immer Forderungen, denen der kapitalisierte Profifußball nicht entsprechen kann. Spieler in Liga drei verdienen durchschnittlich 120.000 Euro p. a. In der 2. Bundesliga variieren die Gehälter zwischen 75.000 bis 450.000 Euro p. a. Ausnahmen bestimmen die Regel. Ohne das notwendige Übel Geisterspiele, hätten einige Vereine größte Probleme in der monatlichen Bezahlung der Gehälter bekommen. Dank der Geisterspiele haben sich unsere Kickers aus dem Sog der häufig als Pleite-Liga bezeichneten dritthöchsten Spielklasse befreit. Manchmal ist auch eine vermeintliche falsche Entscheidung von unbeliebten DFB-Funktionären im Nachhinein ein Segen. (Bild: WDR Kiraka)

 

 

Die Zeit ist das, was bald geschieht

 

14.07.2020 | Barry Ryan landete 1972 mit "Zeit macht nur vor dem Teufel halt" einen Hit. "Die Zeit, alle Zeit, Ewigkeit", so lautet in dem Song eine Textpassage. Ein Fußballspiel dauert angeblich 90 Minuten. Die Nachspielzeit versetzt die Zuschauer in die Ewigkeit. So geschehen beim 2:2 unserer Kickers gegen Halle. Der Schiedsrichter gibt in der Nachspielzeit einen Handelfmeter, der von Sebastian Schuppan sicher verwandelt wurde. Danach setzt der Schiedsrichter das Spiel fort: Nachspielzeit! Tausende Fußballfreunde befanden sich plötzlich in der Ewigkeit aus der sie drei Minuten später in den Siegestaummel der Realität wechselten. "Die Zeit, Nachspielzeit, Ewigkeit."

Die Zeit, so Barry Ryan, ist das, was bald geschieht. In Ingolstadt stand es 3:0. Der 1. FC Nürnberg war in der 95. Minute abgestiegen. Die Fans vom FC Ingolstadt befanden sich in der Ewigkeit, bis Fabian Schleusener den Ball mit der Fußspitze zum 3:1 ins Tor spitzelte. Der 1. FCN ist wieder drin in der 2. Bundesliga und der FC Ingolstadt bleibt dort, wo er hingehört. Er hat die ihm gewährte Zeit beim Hinspiel in Nürnberg nicht genutzt.

Derbys stehen für die Kickers gegen Fürth und Nürnberg an. Barry Ryan hat Recht: "Die Zeit ist das, was bald geschieht." 

 

 

 

Wir haben fertig dritte Liga

 

7. Juli 2020 | Spötter meinten, es wäre keine Überraschung, wenn die Kickers aufsteigen sollten, denn sie wären ja Geisterspiele gewöhnt. Die Häme drehte vor vier Wochen seine Runde in irgendwelchen grün und blau gefärbten Facebook-Seiten. Zugegeben der Zuschauerschnitt war in den vergangenen drei Spielzeiten nicht überragend. Das lag einerseits am Format dritte Liga und andererseits an der fehlenden Spannung. Die Mannschaft bot kaum ein Spektakel. Sie spielte nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga brav die notwendigen Punkte ein. Der überzogene Spruch vom "Wunder von Bernd" versank 2017 sehr schnell in den Niederungen der Sanderau, dem Stadtteil in dem die Kickers ihre Wurzeln haben. Gefühlt trugen in den vergangenen drei Spielzeiten 100 Spieler das rote Trikot. Von denen ist, abgesehen von der aktuellen Aufstiegsmannschaft, nur Sebastian Neumann im Fan-Gedächtnis haften geblieben.
Die dritte Liga darf man auch schnell vergessen. Sie war nach dem Aufstieg aus der Regionalliga interessant. Dank dem Durchmarsch in die 2. Bundesliga lernten alle
Kickers-Fans sehr schnell, den atmosphärischen Unterschied zwischen Zwickau und Düsseldorf kennen. Es wurde auch jedem klar, wenn sich der Profifußball in Würzburg langfristig etablieren soll, dann müssen die Kickers wieder in die 2. Bundesliga zurückkehren. 
Bei aller Freude um dieses "Spitz vor Knopf" Finale muss aber eins klar sein: Unser
FWK darf nicht noch einmal aus der 2. Bundesliga absteigen. Alle Verantwortlichen um Felix Magath herum, wissen, um die Mammutaufgabe, die sie zu bewältigen haben. Jetzt ist Magaths ganze Erfahrung gefordert und gefragt.    

"Der Kaufmann ist so quirlig, der geht nach dir in die Drehtür und
kommt vor dir wieder raus.“ (RFT)

Die Aufstiegsrat-Woche vom 1. - 6. Juli 2020

"Zu 50 Prozent haben wir es geschafft, aber die halbe Miete ist das noch nicht“
Gegen Halle muss ein Punkt her, egal wie.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 23. - 30. Juni 2020

Wer Ausdauer besitzt, ist fast schon am Ziel
Schlussspurt im Rennen um den direkten Aufstieg.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 15. Juni - 22. Juni 2020

Ein Magath - ein Ziel: Aufstieg!
Solange gut möglich ist, ist gut nicht gut genug.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 2. Juni - 14. Juni 2020

So was kann man nicht trainieren, sonder nur üben
Vom 1860-TV BRrrrrr bis Duisburg.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 25. Mai - 2. Juni 2020

DFB-Bundestag
Kollektives virtuelles Schweigen der Delegierten. Zweiteilung der 3. Liga mit 92 % abgelehnt. Knapp 95 % stimmen für Fortsetzung der Saison der 3. Liga.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 18. Mai - 25. Mai 2020

"Der Größte war ich und kein anderer"
!860-Trainer-Legende Werner Lorant war einst beim SV Heidingsfeld.
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"Wer am Samstag nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, der kann ja am Sonntag noch laufen. “ (Werner Lorant)

 

Die Aufstiegsrat-Woche vom 8. Mai - 15. Mai 2020

Vermummt und zugenäht
Bisher habe ich stets das Vermummungsverbot beachtet. Jetzt soll ich mich vermummen, erhalte dafür aber ein bundesweites Stadionverbot.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 29. April - 7. Mai 2020

Der verkaufte Volkssport
Vor fast 17 Jahren hat der Oligarch Roman Abramovich für 140 Millionen Pfund den FC Chelsea übernommen. Für die Summe bekommt man heute nicht einmal einen Neymar transferiert.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 21. - 28. April 2020

Das Stimmungsbild ist schief
Geisterspiele und die 3. Liga.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 14. - 21. April 2020

3. Liga: Da scheiden sich die Geister
Solidarität? 8 Vereine fordern einen Saisonabbruch. 6 von ihnen sind in akuter Abstiegsgefahr.
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 29.03. - 13. April 2020

Der Fußball lässt Luft
Corona! Kurzarbeit der Profis: Wer hätte das jemals gedacht?
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 21.03. - 28.03.2020

Die Woche vom 21.03. bis 28.03.2020
Die Aufstiegsrats-Woche ist von Kurzarbeit der Vereine und dem verlustreichen BFV gezeichnet.
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Christian Gentner (Union Berlin) in der Zeit beim VfL Wolfsburg: "Wir haben Felix Magath gefragt, und der hat gesagt: Das ist scheißegal, ihr müsst das regeln." 

Die Aufstiegsrat-Woche vom 14.03. - 21.03.2020

Die Zusammenfassung der Aufstiegsrat-Woche
COVID-19 bietet die Chance zur Reform / Wie haben Pro-Kickers-Stadtratskandidaten bei der Wahl abgeschnitten?
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 29.02. - 13.03.2020

Der Aufstiegsrat und die Themen der Woche
Zusammenfassung vom SV Waldhof bis zu Corona.
RFT-Blog-Woche 13.03.2020.pdf
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Die Aufstiegsrat-Woche vom 20.-28. Februar 2020

Die Woche vom 20.-28. Februar 2020
Wöchentliche Zusammenfassung aller BLog-Beiträge vom Aufstiegsrat.
RFT-Aufstiegsrat 28.02.2020.pdf
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Zitate der Woche 

 

Alexander Ristic: "Alle Chancen ausgelassen, dabei haben wir das gar nicht geübt."

Hans Meyer: "Ich kann gar nicht alt genug werden, um alle Überraschungen, die der Fußball so parat hat, verkraften zu können."  

Berti Vogts: "Hass gehört nicht ins Stadion. Die Leute sollen ihre Emotionen zu Hause in den Wohnzimmern mit ihren Frauen ausleben."

Bruno Labbadia: "Das wird alles von den Medien hochsterillisiert" 

Franz Beckenbauer: „Am Spielstand wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn es schießt einer ein Tor.“

Klaus Schlappner: "Viererkette, Halskette, Fahrradkette."

Steffen Baumgart: „Wir kriegen keine fertigen Spieler, sondern wir wollen die Spieler fertig machen.

Rudolf F. Thomas: "Mikrofone sind das einzige, was sich Spieler gerne öffentlich vorhalten lassen."

Rudi Völler: „Wie so oft liegt auch hier die Mitte in der Wahrheit.“

Jan Wouters: "Ich will nicht unbedingt zu einem Club mit Traditionen, sondern mit Geld.“

Fredi Bobic: "Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war."

Felix Magath: "Qualität kommt von quälen."

Andreas Möller: "Ich habe vom Feeling her ein gutes Gefühl."

Rosemarie Veltins: "Zu wenig fordern ist Faulheit." 

 

RFT: "Mit Guerilla-Marketing zum Profifußball"

Kickers-Projekt 3 x 3: Titelthema in Wirtschaft in Mainfranken
Rudolf F. Thomas im April 2014: "Mit Guerilla-Marketing zum Profifußball" (IHK-Zeitschrift)
IHK-Guerilla-Marketing 07.04.14.pdf
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Kontakt zu RFT

aufstiegsrat@rudolf-thomas.de 

 

Hinweis: Anonyme E-Mails gehen auf meinen E-Mail-Accounts erst gar nicht ein und sind daher zwecklos.

Persönlich kann man mich bei den Heimspielen der Kickers antreffen. 
Im Wildpark-Stadion nach vorheriger Absprache. 

Bilder: RFT, Main Post

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© copyright made by Rudolf F. Thomas, Schriftsteller und Publizist , 97082 Würzburg, 0931/46583902, autor@rudolf-thomas.de

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