Es ist 1:1 ausgegangen, genauso gut hätte es umgekehrt ausgehen können

 

22. November 2021 | Die Mannschaft bekam vom Trainer einen Plan, den sie bei der Viktoria in Berlin-Lichterfelde furios umsetzte. Das 1:0 für die Kickers durch Mirnes Pepic (8. Minute) war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Ein zweiter Treffer lag in der Luft. Nach 30 Minuten war nicht mehr Offensive die beste Verteidigung, sondern kämpfen bis der Arzt kommt. Mehr durfte man von der Corona geschwächten Mannschaft nicht erwarten. Die Taktik ging auf, Danny Schwarz zeigte sich zufrieden. Endlich haben wir einen Trainer, der ohne Feixtänze an der Außenlinie zurechtkommt. Er wirkt stets ruhig, gefasst und sachlich. Bei ihm hat sich das beschissene Gefühl von "wir verlieren eh wieder" in "da geht nichts schief" gewandelt. Vier Spiele 8 Punkte, keine Niederlage sind Ausdruck für neues Selbstbewusstsein. Am Samstag kann der SV Meppen kommen. Und auch von der Eintracht aus Braunschweig muss niemand Bange sein. Wir, die Kickers sind wieder da!

 

Bekenntnis zum Dalle

Rechtzeitig zum 114. Geburtstag des ruhmreichen FC Würzburger Kickers vom 17. November 1907, 19:07 Uhr hat sich die Vereinsführung zum legendären Dallenberg bekannt. Hier ist die Heimat unseres Stadions und nicht abseits einer Verkehrsspanne außerhalb Würzburgs in Richtung Üchtelstücht. Der "Dalle" soll zweitligatauglich ausgebaut werden. Gewissen Nachbarn wollen weiter den Rechtsweg beschreiten, obwohl sie bisher gescheitert sind. Gegen fehlende Einsicht gibt es leider keinen Impfstoff. Irgendwann endet der Rechtsweg im Namen des Volkes in einer Sackgasse. 

Wie Stadionumbau geht, kann man via Webcam im Wildpark oder auch am Böllenfalltor beobachten.  

 

(Quelle Bild oben links: Danny Schwarz, transfermarkt.de; Mirnes Pepic, Main Post)  

 

Dominik Lang, Trainer U-19

Wir verlieren nie, entweder wir gewinnen, oder wir lernen

 

15. November 2021 | Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft. So muss es wohl gewesen sein beim kleinen Derby am 2. Oktober im Kickers-Stadion. Die ambitionierte U-19 von Trainer Dominik Lang verlor 2:3. Sein Statement nach dem Spiel: "Die Rahmenbedingungen, auch aufgrund der vielen Zuschauer, waren sensationell", fand er, und fügte an: "Wir haben uns zu sehr davon beeindrucken lassen." Heideblitz, der Mann wurde von mir in Oberwittstadt, also bei dem Verein, den er vor einigen Jahren erfolgreich trainierte, gewarnt. Unterstützt wurde ich von einigen Kickers-Fans, die auf Einladung des "Oberwittschter-Sportleiters" das ereignisreiche Landesligaspiel gegen den FV Mosbach lautstark begleiteten. Hinter unserem Rücken wollte sich U-19-Trainer Lang davonschleichen. Wir hielten ihn auf, um ihm klar zu machen, dass ein Sieg gegen den kleinen Stadtteilverein Pflicht ist. Seine Antwort klang etwas zu viel nach Überheblichkeit und üblichem Trainer-Blabla. Prompt ging das Derby in die Hose. Und jetzt spielen nicht unsere jungen Roten in der Bundesliga-Aufstiegsrunde: schade und vor allem ärgerlich. 

 

(Quelle Bild oben links: Dominik Lang, Fränkische Nachrichten)  

 

Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht

 

2. November 2021 | Der Tarzan wurde mit Auszeichnung verabschiedet. 1977 sah ich ihn erstmals in der A-Jugend des TSV Tauberbischofsheim im Tor stehen. "Bischemer" Fußballexperten wussten, der Gerry macht seinen Weg. Sie hatten recht. Gerry Ehrmann war 36 Jahre beim 1. FC Kaiserslautern. Er absolvierte 301 Spiele und war 24 Jahre Torwartrainer. Tim Wiese, Kevin Trapp und Roman Weidenfeller gingen durch seine Schule. Mehr Referenzen sind kaum möglich.

 

Gerrys Lebensmotto "Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen", so scheint es, hat sich die junge Kickers-Mannschaft zu eigen gemacht. Die Spieler wirken seit Danny Schwarz ihr Chef ist mental wie runderneuert. Sie gewinnen Zweikämpfe, stecken nicht zurück, winken nicht ab und resignieren in keiner Phase des Spiels. Selbst ihr Foulspiel ist deutlich cleverer geworden. Der einst ruhmreiche 1. FCK biss sich an unseren Mannen die Zähne aus. Ihr Trainer Marco Antwerpen wünschte sich noch vor einigen Monaten vollmundig das erste Saisonspiel gegen die Kickers. Jetzt biss er wie ein zahnloser Tiger vor Enttäuschung in die Trainerbank. Besonders schmerzhaft für ihn war das 0:2 durch Marvin Pourié. In der Halbzeit beschwor der ehemalige Weltschiedsrichter Markus Merk vergebens den "heiligen" Geist von Fritz Walter. Die Kickers spielen so, wie man in der verdammt engen dritten Liga auftreten muss: Hinten dicht und vorne die Torchancen nutzen. Klingt einfach, setzt aber einen unbändigen Willen zur Lauf- und Kampfbereitschaft voraus. Die Mannschaft hat das offenbar kapiert. Sie marschiert auf der Erfolgsspur: endlich. Braunschweig kann kommen!

 

(Quelle Bilder oben von links: Tobias Kraulich, Weltfussball.de; David Kopacz, Weltfussball.de)  

 

Junge und mutige Außenverteidiger

Alexander Lungwitz (21)

Dennis Waidner (20)

 

 

Das Spielerische kommt dann übers Spiel

 

26. Oktober 2021 | Nach wie vor ist die Bratwurst das wichtigste Lebensmittel im Fußball. Den Senf dazu liefern die Spieler ab. Sprüche rund um den Fußball sind das Salz in der Suppe. "Der Trainer kann weiter in Ruhe arbeiten - nur halt woanders" ist wahrscheinlich der übelste Spruch, dem ein entlassener Fußballtrainer hinterhergerufen wurde. Absender Felix Magath. Empfänger Marco Antwerpen. So ein Spruch macht man nicht. Er verstößt gegen das Fair Play. Dazu ist er frech, respektlos und ungezogen. Aber auch Antwerpen teilt gerne aus. Davon kann Marvin Pourié ein Lied singen. Ihm wurde öffentlich vom Trainer im SWR Disziplinlosigkeit und fehlende Fitness vorgeworfen. Das lies Pourié nicht auf sich sitzen. Er wehrte sich entsprechend auf Instagram gegen die Vorwürfe. (Quelle: Liga 3 onlineNun gibt es am Sonntag auf dem Betzenberg ein Wiedersehen. Wir sehen dort bestimmt einen hoch motivierten Marvin. 

 

"Von der Einstellung her stimmt die Einstellung."

 

Die hat die Mannschaft gegen Türkgücü gezeigt. Endlich gelang nach einer gefühlten Ewigkeit ein Heimsieg. So ein Erlebnis gab es seit dem 21. Februar (3:2 gegen den Hamburger SV) nicht mehr. Trainer Danny Schwarz hat den Spielern Selbstvertrauen eingeimpft. Der böse Grauschleier des Verlierens wurde aus den Trikots herausgewaschen. Zwei Spiele vier Punkte machen Hoffnung. Dazu passt ein Zitat von Karl Heinz Rummenigge: 

"Wir wollen bis Weihnachten Punkt für Punkt rankommen, damit die anderen sich bei der Weihnachtsgans überlegen müssen, dass jedes Gramm, was sie zu viel essen, in der Rückrunde problematisch werden könnte.“

 

(Quelle Bilder oben von links: Alexander Lungwitz, Sport.de; Dennis Waidner, Sport.de)  

 

Hoffnungsträger

Marvin Pourié (30)

Maximilian Breunig (21)

 

Hoffen wir weiter, bis es endlich besser wird

 

18. Oktober 2021 | Es stimmt, die Kickers haben in Liga drei schon bessere Mannschaften gestellt. Aber das ist zwei Jahre und länger her. Natürlich blutet auch mir das Herz, wenn ich die zwei Buden von Luca Pfeiffer im Trikot von Darmstadt 98 in der Partie gegen Werder Bremen sehe. 7 Tore in 9 Spielen: Der Bursche ist eine Granate!

 

"Geld schießt keine Tore", heißt es immer. Für die Kickers gab es reichlich Scheine und der Torgarant war weg. Seither herrscht bereits in der zweiten Saison Torflaute: ein Graus. Die Defensive steht überragend gut. Das Mittelfeld ist Durchschnitt und die Offensive findet kaum statt. Jeder sieht es, jeder weiß es, jeder setzt beim kommenden Heimspiel gegen Türkgücü auf das Duo Breunig/Pourié

 

Immerhin wurde in Köln ein Punkt erkämpft. Marvin Pourié hat sein erstes Tor erzielt. Erfreulich war das geschlossene Auftreten der Mannschaft. Sehr angenehm die sachlich-ruhige Ausstrahlung des neuen Trainers Danny Schwarz. Auch sein Fazit nach dem Spiel bei Magentasport zeugte von Souveränität. Es sieht so aus, als kehre endlich Ruhe in den Betrieb ein. Wenn sich bald - am besten gleich - die Handschrift des Trainers in der Spielweise deutlich abzeichnet, dann könnte noch vor Weihnachten der Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle geschafft werden. Hoffen wir also weiter, bis es endlich besser wird. 

 

 

(Quelle Bilder oben von links: Marvin Pourié, Liga 3 online; Maximilian Breunig, kicker.de)  

 

Doppelschwarz

Danny Schwarz

Benjamin Schwarz

 

Neuer Cheftrainer: Solide Wahl

 

13. Oktober 2021 | Namen sind Schall und Rauch. Erfolge im Fußballsport sind stets Vergangenheit. Was zählt, ist der nächste Spieltag. Allein das Ergebnis entscheidet darüber, ob sich die Verantwortlichen richtig entschieden haben. Verlieren in Köln ist, da brauchen wir uns nichts vormachen, verboten. Selbst ein Unentschieden hilft kaum weiter.  Danny Schwarz hat den Vorteil, dass er von Dieter Wirsching und Sebastian Neumann da bin ich mir ganz sicher - eine intakte Mannschaft übernimmt. Hätte er direkt die Nachfolge von Torsten Ziegner antreten müssen, so wäre die Ausgangsposition für ihn deutlich schlechter.

Das Team um Vorstandsvorsitzender Christian Jäger hat klug gehandelt, indem es zunächst das Interimsduo Wirsching/Neumann einsetzte, um sich Luft für die wichtige Personalie Cheftrainer zu verschaffen. Mit Danny Schwarz und dazu noch Co-Trainer Benjamin Schwarz hat in der Kickers-Szene niemand gerechnet. Die Überraschung ist geglückt. Jetzt müssen "nur" noch Siege folgen. Eine Herkulesaufgabe für alle, die Kickers sind. Herzlich willkommen Danny und Benjamin Schwarz!    

 

(Quelle Bilder oben von links: Danny Schwarz, Weltfussball.de; Benjamin Schwarz, dfb.de)  

 

 

Ja keine neue "Deprimierung!"

 

9. Oktober 2021 | Die Süddeutsche Zeitung meinte, die Kickers-Geschäftstelle wäre ein Wartezimmer für Trainer. Sie glaubt Holger Bachthaler, den der gestanden Kickers-Fan sofort Illertissen zuordnet, hätte bereits ein Bewerbergespräch absolviert. Auch Roberto Pätzold, einst beim FC Ingolstadt tätig, war laut SZ, am Dalle vorstellig. Er musste in der laufenden Saison seine Sachen packen und gehen. Den FCI trainiert jetzt André Schubert, der auch schon in Leverkusen und Mönchengladbach arbeitete. Bachthaler oder Pätzold? Geht es noch langweiliger, frage ich mich? Keiner von beiden steht für Leidenschaft, die Begeisterung schafft. Würzburgs Fußball benötigt dringend einen Profi, der ähnlich wie einst Bernd Hollerbach eine Aufbruchstimmung entfacht. Zu viele Langweiler durften sich vergangene Saison beweisen ohne wirklich was zu reißen. Ralf Santelli war die Ausnahme, die zu spät versuchte zu retten, was nicht mehr zu retten war. 


Es folgte Torsten Ziegner! Der breitete ein Repertoire nostalgischer Sprüche aus, bei denen sich der legendäre Rhetorik-Papst Nikolaus Enkelmann noch heute im Grab rumdreht (Entschuldigung Niko!).
Schluss mit Langeweile, jetzt muss es richtig krachen! 

 

Dirk Schuster wäre einer. Der hat es verhältnismäßig lang (2019 bis 2021) unter dem Regenten des Erzgebirges, Helge Leonhardt, in Aue ausgehalten. Einige Jahre davor stieg er mit Darmstadt 98 überraschend in die 1. Bundesliga auf. Als Spieler gehörte er in der Bundesliga zur rustikalen Garde. 

 

Dirk Lottner wäre auch eine Hausnummer, die weit über die Stadtgrenze hinaus Beachtung findet. Der echte "Kölsche-Jong" ist beim "FZeeeh" legendär. Als Trainer brachte er den 1. FC Saarbrücken zurück auf die Fußballbühne. Zum Ende der vergangenen Saison rettete er Energie Cottbus vor dem Abstieg aus der Regionalliga. Vielleicht wird, wenn Lottner Kickers-Trainer ist, als Einlaufhymne Michl Müllers längste Polonaise der Welt gespielt, damit er einen Hauch von Karneval verspürt? 

 

Wer wird Sportvorstand? Vielleicht wäre der Aschaffenburger Christian Hock der richtige Manager? Hock war von 2013 bis zum Saisonende 2021 beim SV Wehen Wiesbaden in verschiedenen Funktionen tätig. Zuletzt war er vier Jahre Sportvorstand. Es gibt bestimmt einige Parallelen: dort Britta Wasserfilter, hier Flyeralarm. Der Anhang des SV Wehen ist in der Bäderstadt überschaubar. 

 

Egal wer zukünftig im sportlichen Bereich das Sagen hat, er muss für Aufbruch sorgen, damit die Kickers nicht im Herbst-Winter-Blues verharren.   

 

(Quelle Bilder oben von links: Dirk Lottner, Focus Online; Dirk Schuster, Kieler Nachrichten)  

 

 

Ziegner und Schuppan begannen als Löwen und endeten als Bettvorleger

 

4. Oktober 2021 | Wir haben im Profifußball eine Machergeneration, die ausnahmslos Selbsterfinder sind. Das gilt vor allem für viele Trainer und Sportvorstände. Der Übergang vom Spielersprecher zum Manager erfolgt oft zu abrupt. Ein Verein ist kein Start-up-Unternehmen. Er ist in sich viel emotionaler und sensibler. Seine Werte sind überwiegend konservativ und von langer Tradition geprägt.

 

"Trikot aus Sakko an für Sebastian Schuppan", erwies sich nicht als Königsweg. Hier wurde ein Lehrling voreilig auf dem Papier zum Betriebsleiter befördert. Für mich immer noch in Erinnerung wie "Schuppi" in der Halbzeitpause beim MSV Duisburg keine Torchancen für die Zebras gesehen haben will. Die Meidericher führten 2:0 und der von Magaths-Gnaden ernannte Sportvorstand stellt sich vor die Kamera und erzählte verwirrtes Zeug über den Spielverlauf, den außer ihm keiner gesehen hat.

Die Verpflichtung von Spielerkumpel Christian Strohdiek floppte sehr schnell. Ebenso flott erwies sich die Anstellung von Trainer Torsten Ziegner als Schuss in den Ofen. Der ernannte den schwachen Strohdiek zum Spielführer. Auch haben Schuppan und Ziegner den früheren Torjäger Marvin Pourié als den Spieler gepriesen, an dem sich die Mannschaft orientieren könne. Bis jetzt Fehlanzeige!

 

Das vollmundige Auftreten von Torsten Ziegner klang stets nach der metaphorischen Redewendung vom Pfeifen im Walde. Seine Ankündigung vor dem Spiel in Dortmund "wir wollen Männerfußball entgegensetzen" artikulierte seine Hilflosigkeit. Nach dem traurigen 0:0 gegen den TSV Havelse am 8. Spieltag (11.09.21) spürte jeder, der in seinem Herzen Kickers trägt, was geschehen muss und geschehen wird. Der Sieg beim FC Magdeburg war keine Befreiung, sondern eine Verlegung des bevorstehenden Endes auf die Länderspielpause. 

 

Thorsten Fischer & Friends haben als Aufsichtsräte die Reißleine gezogen. Jetzt darf alles folgen nur keine weiteren personellen Fehlentscheidungen, wenn noch gerettet werden soll, was noch zu retten ist.   

 

(Quelle Bilder oben von links: Torsten Ziegner, Weltfussball.de; Sebstian Schuppan, Westfalen-Blatt)  

 

 

In jeder Schwierigkeit, lebt die Möglichkeit

 

27. September 2021 | Die Kickers haben den Schlüssel verlegt. Der Zweitschlüssel ist auch weg. Vermutlich verloren in Magdeburg. Dort war das Tor noch offen; in Würzburg war es wieder zu. Original kickersfreund Heiko W. nennt so eine vermaledeite Situation Teufelskreis. Die Mannschaft steckt in massiven Schwierigkeiten. Gegen Wehen Wiesbaden suchte sie zuerst den Schlüssel zum Erfolg, später dann den Notausgang. Es war kein Spieler in der Mannschaft, der zeigte, wo es lang zu gehen hat. Sollte nicht Marvin Pourié (30) die Persönlichkeit mit weitreichender Erfahrung sein? Gar Christian Strohdiek (33), der ehemalige Bundesligaprofi? Oder Saliou Sané (29), der ewige Stürmer ohne nennenswerte Torerfolge? Er erinnert mich an Marco Königs: 2 Tore in 2 Spielzeiten für die Kickers

"In jeder Schwierigkeit", so Albert Einstein, "lebt die Möglichkeit." Stellt sich die Frage, welche Optionen ergeben sich am Dallenberg? "Ein weiter so" mit Torsten Ziegner auf der Trainerbank, gestützt von Sebastian Schuppans Nibelungentreue? Am Sonntag geht es ins Stadion Rote Erde zum BVB II. Danach ist Länderspielpause bis es dann am 17. Oktober in Köln zu einem Wiedersehen mit Patrick Sontheimer kommt. Der Zeitraum ist günstig, um von den sich bietenden Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Die schwierigere Variante lautet, Trainer und Spieler besinnen sich und gewinnen in Dortmund; nutzen dann schwungvoll die Spielpause. Wie die einfachere Variante bei einer weiteren Niederlage aussieht, kann sich jeder selbst ausrechnen. 

 

(Quelle Bilder oben von links: Torsten Ziegner, Weltfussball.de; Sebstian Schuppan, Westfalen-Blatt)  

 

Es gilt weiter die Köpfe hochkrempeln – und die Ärmel auch 

 

20. September 2021"Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön." Jetzt gilt es definitiv nachzulegen! Magdeburg wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Die Kickers-Abwehr glich in ihrer Stabilität der Festung Marienberg. Lars Dietz und Tobias Kraulich waren die Maurergesellen, die immer wieder, den Beton anrührten. Das Würzburger Bollwerk hielt auch deshalb stand, weil erstmals zwei Tore erzielt wurden. Dennoch wurden wieder glasklare Chancen ausgelassen. Ohne übertreiben zu wollen, es hätte in der Halbzeit durchaus 3:0 für unsere Kickers stehen müssen. Die Folge der vertanen Chancen war die Zitterpartie ab der 88. Minute. Sieben Minuten inklusive Nachspielzeit kollektives Bangen um den Sieg. Zum Glück haben sich Lars Dietz und Tobias Kraulich an diesem Tag als nicht bezwingbar erwiesen. 

 

Obacht, der SV Wehen Wiesbaden steht vor der Brust! Trainer Rüdiger Rehm gelingt es immer wieder eine gute Mannschaft zu präsentieren. Der Rimparer Alf Mintzel, mittlerweile 39 Jahre, hat sein Trikot an den Nagel gehängt. Er wirbelt jetzt in der Marketingabteilung beim SVW. 

Kickers in der Grauzone

 

16. September 2021 | Über dem Dallenberg liegt eine große, dichte Nebelschwade der Erfolglosigkeit. Wir hören und sehen u. a. auf Kickers-TV, wie Trainer Torsten Ziegner versucht, die graue Nebelbank wegzureden. Ein anonymer Leser kommentierte ihn auf Main Post Online mit den Worten "seine Rhetorik passt nicht in die Region". Stellt sich die Frage nach dem richtigen Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Die Antwort liegt auf dem Rasen. Irgendwann endet das Prinzip Hoffnung und die Fakten sorgen für Klarheit. Seit vier Jahren starten die Kickers zum Saisonbeginn mit Niederlagen. Was ist die Ursache für diesen immer wiederkehrenden negativen, meistens zu lang anhaltenden Trend? Dazu ein Blick in die Daten: 

 

Saison 2017/18: Stephan Schmitt wählte die 4er-Kette und scheiterte. Nach 11 Spieltagen wurde er freigesetzt.

 

Co-Trainer Michael Schiele stellte dann nach zwei weiteren Niederlagen auf 3er-Kette um, wechselte den Torwart (Wolfgang Hesl) und die Mannschaft nahm Fahrt auf.

 

Saison 2018/19 wählte Schiele in der Vorbereitung die 4er-Kette. Nach drei Niederlagen musste er auf die 3er Kette umstellen - wieder Fehlstart.

 

Saison 2019/20 stellte Schiele Hägele ins defensive Mittelfeld. Gnaase wurde meist nur eingewechselt.

Luca Pfeiffer mal ein- und mal ausgewechselt. Nach sieben Spieltagen war der nächste Fehlstart perfekt.
Das Totopokalspiel in Aubstadt brachte die Wende: Hägele spielte Innenverteidiger, Gnaase und Pfeiffer spielten von Anfang an und wurden, wenn überhaupt, spät ausgewechselt.

 

Saison 2020/21 ein einzige Pleite!

 

Saison 2021/22: Erneuter Fehlstart! Ziegner probiert die 3er-Kette! Nach zwei Spieltagen wechselt er auf die 4er-Kette. Für Strohdiek spielte Kraulich. Die Abwehr stabilisierte sich. 

In Duisburg ließ Ziegner Strohdiek spielen. Eine krasse Fehlentscheidung! In der Halbzeit wurde Strohdiek beim Spielstand von 2:0 für den MSV ausgewechselt. 

(Auswertung der Daten: Hofmanns-Trainer-Daten)

 

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© copyright made by Rudolf F. Thomas, Schriftsteller und Publizist , 97082 Würzburg, 0931/46583902, autor@rudolf-thomas.de, silke.thomas@rft-presse.de Titelrechte: Negaholiker, Viperalisierung, Aufstiegsrat und alle veröffentlichten Buchtitel.

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