Willkommen Fußballfreunde!

 

Fußball ist Teil meines Lebens. Als "#Aufstiegsrat" schreibe ich meine Meinung über das Geschehen im und um den FC Würzburger Kickers. Der Blog erfreut sich unter Fußballfreunden einer großen Beliebtheit, die weit über Mainfranken hinausgeht. Dafür und für jeden neu dazugekommenen Leser sage ich Danke.

 

Rot-weiß grüßt
Rudolf F. Thomas

Auszugsmarsch: Zum Glück wechseln Versager immer schnell den Verein

 

16. Mai 2022 | Verständnis für Versager haben nur Versager. Wenn 11 Versager zusammenarbeiten, hofft jeder, von den anderen zehn zu profitieren. Nach der Erkenntnis haben Sebastian Schuppan und sein Cheftrainer Torsten Ziegner den Kickers ein großes teures Ei ins Nest gelegt. Mit Marvin Pourie haben sie den Rekordspieler unter den Vereinswechsler verpflichtet. Er war mal eine Saison Rekordtorschütze in Liga drei. Wohlgemerkt nur eine Saison (KSC 2018/2019, 22 Tore). Ein paar Monate später wurde er beim KSC aussortiert. Danach folgte Zug um Zug in Braunschweig und beim 1. FCK sein sportlicher Abstieg. Beide Vereine wollten ihn nicht behalten. Sein Intermezzo hier beim FWK war nicht nur ein Missverständnis, es war einfach peinlich. Schuld daran haben u. a. Ex-Trainer Danny Schwarz und sein kläglicher von Hendrik Bonmann angeführter Mannschaftsrat. Unterstützt wurde der Zinnober von den Herren, die sich sportliche Führung nennen oder nannten.

 

Aus der Mannschaft der Versager hebe ich besonders Moritz Heinrich und Mirnes Pepic als plappernde Mundwerker statt Spiel gestaltende Fußwerker hervor. Wenn ich solche Typen sehe, dann frage ich mich immer, was machen die eigentlich beruflich?

 

Das 0:7 gegen Zwickau ist die Bestätigung dafür, dass in einem Umfeld des abgrundtiefen Versagens keine Talente heranreifen können. Wenn es im Stall zu arg stinkt, dann hilft nur ausmisten.

 

Auszugsmarsch für die Versager! Herr Kapellmeister: "Eins, zwei, drei, sucht euch eine andere Stadt, weil ihr bei uns keine Zukunft habt". Refrain: "Sucht euch eine andere Stadt dadadadada..." 

 

Bild unten KG Elferrat Würzburg

 

Vorwärts Kickers, wir müssen zurück

 

9. Mai 2022 | Ein Fußballspiel verkompliziert sich durch das Vorhandensein des Gegners. Nicht jeder, der ein Trikot anzieht, weiß um diese Erkenntnis. Weil dem so ist, sehen wir das, was ist, aber selten nur das, was wir uns wünschen. Die Realität zeigt uns das, was wir gerne Wahrheit nennen. Wahr ist im Fußballsport das Endergebnis. Für den Kickersfan ist klar, die Darbietungen der auslaufenden- und der Saison davor waren das Geld nicht wert. Die sportliche Führung war schwach.

 

Handballer Sauer konnte Profifußball nicht managen.

Zampano Magath war mitsamt seinem Zögling Schuppan ein Rohrkrepierer.

Christian Jäger, was machte er eigentlich?

Sebastian Neumann hat bisher auch nicht nennenswert geliefert.

 

Die Spieler haben das Versagen gewissermaßen auf das Spielfeld übertragen. Gemeinsam haben sie Geld und Vertrauen verspielt. Wem sollen treue Zuschauer am Ende einer zweiten furchtbar traurigen Saison in der Zukunft noch glauben?

 

Etwa Jürgen Kost, der jetzt am Zug ist? Beim Thema "neue Spieler braucht der Dalle", beruft er sich auf "in der Ruhe liegt die Kraft". Das ist das falsche Signal, zumal in vier Wochen Trainingsbeginn ist! Die arg enttäuschte Fangemeinde braucht dringen ein Zeichen, das für den angekündigten Neubeginn steht. Es kann doch nicht so schwer sein, wenigstens mal die Spieler aus dem aktuellen Kader zu benennen, die auch in der Regionalliga das rot-weiße Trikot tragen. 

 

Am 23. Juli beginnt die neue Saison in der Regionalliga Bayern. Schiele, Antwerpen, Trares, Santelli, Ziegner, wieder Santelli. Neu-Cheftrainer Marco Wildersinn darf in (nur) sechs Wochen eine spielstarke Mannschaft präsentieren, die Hoffnung auf bessere Zeiten macht. Dafür benötigt er rechtzeitige Planungssicherheit und jedwede Unterstützung. Weiter fortführende Trainerrochaden kann sich der Verein nicht mehr leisten, es sei denn, die Verantwortlichen wollen den allerletzten Strohhalm zum Erhalt der eigenen Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen. 

 

Die Kunst für eine bessere Zukunft besteht darin, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. In der Disziplin war man am Dalle immer besonders erfolgreich. Also  Kickers vorwärts, wir müssen zurück in die Regionalliga!

 

 

Die Kickers sind der einzige Verein, der durch den Abgang einer Mannschaft stärker wird

 

2. Mai 2022 | Das letzte Heimspiel gleicht einem Scheidungstermin. Man(n) geht mit schweren Beinen ins Gericht, schaut von der Seite mit verkniffenen Augen auf die Ex und freut sich, wenn es endlich vorbei ist. Anschließend folgt ein freudig befreiendes Gelage mit den Kumpels in der Kneipe. "Hör mal, ich habe mich schon immer gefragt, was du an der Alten findest?" "Ich auch, zumal die doch nur nervt." Hinterher haben es alle gewusst, bis auf einen, der jetzt die Zeche zahlt.

 

Die Fehlerquellen fingen bereits mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Vor allem nach dem grandiosen Heimsieg gegen den "VfBäääh" Stuttgart (18.12.16). Am Abend war Weihnachtsfeier. Als Aufsichtsrat saßen mir Thorsten Fischer und Bernd Hollerbach gegenüber. Die Euphorie war höher als die Gesamtzahl aller Kalorien, die sich auf dem Buffet befanden. Wäre damals Felix Magath bereits mit am Tisch gesessen, dann hätte das Trio vermutlich das Projekt "3 x 3 FWK 1. Bundesliga" ausgerufen. Mahnende Worte wurden mit teurem Rotwein wie niedergerieselter Staub weggewischt. "Ich bin der Profi!" Der andere: "Und ich, habe das Geld!" Die Folgen sind hinreichend bekannt. 

 

Der glorifizierte Michael Schiele hatte als Co-Trainer Glück. Stephan Schmitt musste gehen, er durfte interimsmäßig übernehmen und hatte mit AG-Aufsichtsrat Sebastian Herkert einen Fürsprecher. "Micha", wurde Cheftrainer, obwohl er vier Spiele infolge gegen Unterhaching 0:2, KSC 0:2, Wehen Wiesbaden 0:5 und Fortuna Köln 1:2 verlor. Er schaffte noch rechtzeitig die Wende. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga setzte ihm die Krone auf, war aber gleichzeitig sein Verhängnis. Denn vor Thorsten-Allmächtig stand Zampano-Felix. Der lauerte wie ein Schattenmann hinter Schiele, um ihn bei nächster Gelegenheit abzusägen, weil er "Micha" nicht die Champions Legaue zutraute. Zum Wiedereinstieg in die 2. Bundesliga Saison 20/21 verscherbelte die geballte FWK-Fußballkompetenz Luca Pfeiffer für etwa 1,5 Millionen nach Dänemark (schießt jetzt für Darmstadt Tore). Der talentierte Torhüter Vincent Müller (Marktwert 300 Tsd. Euro) zog nach Eindhoven. Dafür kamen u. a. die Totalausfälle Giefer, Ewerton und Feick.  

 

Das Ende der unglaublichen Inszenierung "Einzug in die 2. Bundesliga" stoppte niemand. Keiner von den Ehrenamtsträgern im Verein sprach ein Machtwort. Warum auch waren sie doch die Steigbügelhalter für den Investor. Und jetzt geht der FWK  zurück in die Regionalliga. Schiele steigt mit Braunschweig in die 2. Bundesliga auf. Magath treibts mit Hertha. Fischer ist derweil raus und hofft auf jemanden, der seine Scheidungskosten, sprich 49 % Anteile von der Kickers-AG übernimmt.

 

Die Kickers sind der einzige Verein, der durch den Abgang einer Mannschaft stärker wird. Das muss uns erst einmal jemand nachmachen.

 

 

 

Vom Vorarbeiter zum Baustellenleiter

 

25. April 2022 | Saarbrücken hat kein Bock mehr. Die Saarländer spielen am Freitag in Berlin und werden das Spiel genauso wie am Samstag gegen Verl abschenken. Eine Woche später spielt Verl in Dortmund quasi ein Derby: auch geschenkt. Viktoria Berlin ist spielfrei, weil Türkgücü annulliert. Und am letzten Spieltag empfängt der SC Verl die desolaten Zebras aus Duisburg. Berlin spielt gegen Meppen um die goldene Ananas. Unsere Kickers verabschieden sich in Zwickau vom FSV. Das 3:0 gegen die Viktorianer war nur Ergebnis-Kosmetik. Beide Mannschaften zeigten in seltener Eintracht Qualitäten, die einen Abstieg rechtfertigen. 

 

Willkommen daheim in der Regionalliga Bayern!

Das Gute ist, Rainer Koch ist nicht mehr länger Präsident des Bayerischen Fußballverbandes. Endlich macht einer der letzten Patriarchen des Fußballs den Weg frei. 

 

Das Erfreuliche ist, der viel beschworene Neuanfang wird von den Kickers-Freunden, die ich schon aus deren Jugendzeit kenne, bereits jetzt mit Vorfreude herbeigesehnt. Der Stimmungsaufschwung ist schon deutlich spürbar. Die Kickers-Gemeinde rückt wieder enger zusammen. 

 

Marco Wildersinn (41) soll in der kommenden Saison eine Mannschaft formen, die unserer Kickers würdig ist. Geboren in Baden-Baden (mehr Baden geht kaum), gearbeitet beim KSC und bei der TSG Hoffenheim. Ich bin geneigt zu behaupten bessere Voraussetzungen haben nur ganz wenige. Das liegt sicher an der Voreingenommenheit betreffend meiner edlen badischen Herkunft. Jedenfalls steigt Wildersinn vom Hoffenheimer Vorarbeiter (er trainierte dort die U 23) zum Kickers-Baustellenleiter auf. Jetzt müssen die verantwortlichen Architekten ihrem neuen Baustellenleiter regionale Fußwerker zur Verfügung stellen. Denn mit den meisten Leiharbeitern der vergangenen zwei Jahre ist man kläglich gescheitert.

 

 

Erstes Endspiel gegen Viktoria Berlin

 

19. April 2022 | Geht noch was? Kann die Mannschaft Wunder vollbringen oder macht sie gegen Berlin den Sack für die Regionalliga endgültig zu? Es wurde genug gesagt und geschrieben über den Zustand des Spielerkaders. Egal wie die Saison endet, ich bin froh, wenn am Dallenberg Korrekturen vorgenommen werden. Der Fußball sollte wieder mehr als Sport und sich nicht länger als Event präsentieren. Das Stadion ist nämlich kein Messegelände. Es ist ein Treffpunkt für Menschen aus Würzburg und der Region. Mann kennt sich, man verabredet sich, man trifft sich im Dalle. Auch die Fanszene darf sich stärken. Sie sollte stets im eigenen Stadion die Oberhand behalten und nicht freiwillig dem Gegner das Feld überlassen. Vom Block eins muss der Takt vorgegeben werden, der alle anderen Zuschauer mitreißt: Stimme sorgt für Stimmung!

Eine herausragend tolle Stimmung brauchen wir jetzt im Endspiel um den Klassenerhalt gegen Viktoria Berlin. Am Samstag raus aus dem Haus und rauf in den Dalle! Nichts ist unmöglich: nur der FWK!   

 

Sportvorstand Jürgen Kost

Ehrlicher Typ: Daniel Hägele

 

Am Dalle muss man jetzt die Köpfe hochkrempeln – und die Ärmel auch

 

11. April 2022 | Der Markt, in dem sich die Kickers bewegen, nennt sich Profifußball. Gesprochen wird vor und nach verlorenen Spielen so, als ständen die Verantwortlichen auf der Kommandobrücke der Andrea Doria. Hilfloses Blabla und schlichte Platitüten kurz vor dem Absaufen. Beispiel gefällig: "Wir geben nie auf", gab Jürgen Kost in die Kamera des BR im Schneetreiben zum Besten: Mann, was für ein vollmundiger medialer Einstand des neuen Sportvorstandes! 18 Jahre Scout für Arsenal London und dann so ein platter Spruch aus dem Urinal des Vereinsheims vom FC Üchtelstücht. 

Jagdszene nach dem Spiel gegen Kaiserslautern: Interimstrainer Santelli liefert sich ein Beschimpfungsduell mit Schiedsrichter Mitja Stegemann aus Bonn. Der zeigt Santelli die Gelbe Karte. Ralf tobt weiter hinter Stegemann her. Der zückte die Rote Karte. Gäbe es noch eine Schwarze Karte, dann hätte sie der Schiedsrichter garantiert gezogen. Santellis unflätige Schimpfworte waren bis rauf in Block eins zu hören. Auch wenn es mir schwerfällt, aber professionell geht anders. Ich befürchte, die Sperre für Ralf wird deftig ausfallen.

 

Stichwort ausfallen: Der Strohdiek geht beim 0:2 nicht richtig ran. Der Kopacz spielt sich auf dem Weg zum Tor selbst schwindelig. Marvin Stefaniak ist überall jedoch ohne Torgefahr. Pourié schlicht und einfach abgemeldet. Allgemein ist das Passspiel zu ungenau und oft erfolgt es zu spät. Fazit: Die Mannschaft nennt sich so, ist aber keine geschlossene Einheit. Ihr fehlt die absolute Siegermentalität. Und weil dem so ist, wird sie absteigen. 

 

Köpfe hochkrempeln...

 

... die Ärmel auch. Dabei fällt mir Daniel Hägele ein. Er spielt seit 2018 für unsere Kickers. Vielleicht sollte er einer der erfahrenen Spieler sein, die man auch in der Regionalliga benötigt? Hägele ist 33 und noch gut im Spiel. Peter Kurzweg hat Vertrag. Die beiden Breunigs müssen, wenn man eine junge hungrige Mannschaft aufbauen will, gehalten werden. Das gilt auch für Torhüter Marc Richter (22) und Dominik Meisel (22). Dann gibt es im Spielerkader noch einen Tizian Hümmer (19), der seit 2016 das rote Trikot trägt. 

 

Die Köpfe der sportlichen Führung Jürgen Kost/Sebastian Neumann müssen nach der desaströsen Kaderplanung der Herren Schuppan und Ziegner rauchen, damit sich nicht wiederholt, was sich nicht wiederholen darf. Entscheidend wird sein, wer der neue Trainer ist. Einen Namen hätte ich: Christian Demirtas (37), derzeit Interimstrainer beim VfR Aalen in der Regionalliga Südwest. Er kennt die Kickers als Spieler während der Ära Hollerbach und als Co- und A-Jugendtrainer.  

 

 

Keine Ehre, keine Würde, kein Erfolg

 

28. März 2022 | Was bin ich froh: Am 14. Mai geht die Saison zu Ende. Dieses ehrenlose Gebolze im Toto-Pokalhalbfinale war und bleibt eine Schande. Egal in welcher Liga zukünftig gespielt wird, es müssen wieder Typen für die Kickers auflaufen. Die Sehnsucht nach Kerlen wie Wulnikowski, Lewerenz, Schoppenhauer, Neumann, Daghfous und Dominique Fennell ist am Dalle groß. 

 

Die mögliche Teilnahme an der DFB-Pokalhauptrunde willenlos aufzugeben, hinterlässt tiefe Spuren. Der finanzielle Schaden ist immens. Es werden leichtsinnig Arbeitsplätze verspielt. Vermutlich kümmert das die Herren, die sich Profifußballer nennen, nicht die Eckfahne. 

 

Gefragt ist Kontinuität

 

Kein Ruhmesblatt ist das Postengeschiebe in der Vorstandsetage der Kickers. Im Juni gibt nach nur einem Jahr Christian Jäger auf. Mit Verlaub, keiner hat bisher gemerkt, dass er der Vorstandsvorsitzende der Kickers-AG ist. Benjamin Hirsch übernimmt den Vorsitz. Keine Frage Benjamin ist die personifizierte Kickers-DNA. Damit hat er einen riesen Bonus bei allen, die Kickers sind. Ihm und den Kickers ist zu wünschen, dass er nicht zur Eintagsfliege wird. Der Verein und seine AG benötigen in der Führung wenigstens mittelfristig Kontinuität. 

 

 

Die Handgeste des Sieges blieb verwehrt

 

22. März 2022 | Viktoria ist die vergöttlichte Personifikation des Sieges (lateinisch victoria) in der römischen Mythologie. Sie ist die Schutzgöttin des römischen Kaisers und jungfräuliche Hüterin des Reiches. Ganz früher waren Jungfrauen begehrt. Heute, so wird behauptet, sei die Suche nach ihnen möglich, aber sie zu finden fast aussichtslos. Die Victoria ist die römische Entsprechung der griechischen Göttin Nike. Der sportbegeisterte Fußballfan kennt die Dame als amerikanische Marke "Nike". Victory, die fingergespreizte Geste des Sieges blieb uns nach dem Spiel gegen die Viktoria aus Köln leider verwehrt.

Wieder einmal entschied ein Schiedsrichtergespann das Spiel. Schlimmer noch, die Mission raus aus dem Tabellenkeller erlitt durch Tobias Schultes aus Betzigau im Oberallgäu einen empfindlichen Rüchschlag. Beim 1:0 für die Rheinländer übersah er eine Abseitsstellung und ein Handspiel. Fanol Peredajs Kopfball zum Ausgleich war regelkonform. In der Szene eine Abseitsstellung zu erkennen, wenn man vorher kein Handspiel und keine Abseitstellung erkannt haben will, hat zumindest ein bitteres Geschmäckle. Der Schiri nervte insgesamt durch seine pfeifende Selbstdarstellung. Die Spielzusammenfassung kann man bei Magenta 3. Liga anschauen. Wer es gerne schriftlich mag, der darf sich die Schiedsrichterkritik von Barak Rafati bei liga3-online reinziehen. 

 

Bezogen auf unsere Mannschaft muss man sagen, die erste Halbzeit war nix. Nach der Pause wurde es besser, aber die Chancen wurden nicht zwingend genug genutzt. "Marvin Pourie wo warst du?" 

 

Jetzt ist in Liga 3 Länderspielpause und am Samstag Toto-Pokalhalbfinalspiel in Illertissen. Zeit genug zum Regenerieren. Auch sollten die von Corona in Quarantäne gezwungenen Spieler für den Endspurt auf die Beine kommen. Und vor allem sollte sich jetzt keiner mehr infizieren. Vielleicht hilft es, wenn sich Spieler, Trainer und die gesamte Staff mal die Abklatscherei mit allen und jedem einstellt. Abstand halten bewährte sich auch schon vor Corona. Wir benötigen gegen Kaiserslautern jeden verfügbaren Spieler. Ob am 3. April gegen Türkgücü gespielt wird, weiß nur der allmächtige DFB. Dort sitzen die "Fachleute", die angeblich jedes Jahr die Wirtschaftlichkeit im Rahmen des Lizenzverfahrens prüfen. Die Unterlagen der Schuldnervereine FC Kaiserslautern und Türkgücü München wurden offenbar lässig durchgewunken. Der KFC Uerdingen, vor zwei Jahren insolvent, lässt grüßen. Die Misere ausbaden dürfen die Vereine, die ordentlich wirtschaften: aber Hauptsache "Fair Play".

 

 

Nix war es mit Victory

Note 6 für Tobias Schultes

 

Kickers zurück in der Liga

 

14. März 2022 | Fußball eben: Binnen einer Woche vom garantierten Absteiger zum "ihr packt das noch". Die Zuversicht ist zurück. 6 Punkte in einer Woche, wann gab es das zuletzt? Egal, wichtig ist weiter so. Ralf Santelli ist ein Mann wie ein Baum, wenngleich er wenig Blätter auf dem Kopf hat. Dafür ist bei ihm im Oberstübchen der Fußballsachverstand ausgeprägter wie bei vielen anderen seiner Zunft, die versehen mit markigen Worten nichts bewegen. Noch acht Spiele ergeben mögliche 24 Punkte. Mindestens 16 Punkte muss die Mannschaft bis zum Klassenerhalt einspielen. Das wird ein brutaler Gang durch die Instanzen. Aber wir sind die Kickers und wir haben eine nicht erklärbare Affinität für Vorgänge der dritten Art. Das Gewöhnliche findet in unserer Vitrine keinen Platz. Wenn Trainer Santelli mit diesem Team den Klassenerhalt schafft, dann gebührt ihm allerhöchste Anerkennung. 

 

"Kannix" und "Quälix" 

 

Eine Nahbegegnung der dritten Art erlebt derweil die alte Dame Hertha von 1892 in Person von Felix Magath. Er zählt zu den Figuren des Profifußballs, die man gerne vergessen möchte, obwohl sie als Spieler und auch als Trainer erfolgreich waren. Aber irgendwie hat sich Magath ein gemischtes Image zugelegt. Scheitert er, dann ist er der "Kannix". Rettet er die Berliner, dann ist er der "Quälix", der halt seinen Job gemacht hat. Felix taugt nicht als Stofftier, das sich weibliche, männliche und diverse Fans zum Einschlafen ins Bett legen. Ich kenne keinen Kickers-Fan, der in einem Magath-Trikot durch die Stadt läuft. Der Mann ist hier, wenn auch nur symbolisch in irgendeiner tiefen Gruft für alle Ewigkeit beerdigt. Der Schaden, den er für die Kickers hinterließ, ist nachhaltig. Details zu benennen erspare ich mir, zumal die ganze Chose nicht der FC Würzburger Kickers e. V. zu verantworten hat. 

 

 

 

 

 

Hat gut lachen: Macht sich erneut die Taschen voll. Jetzt zahlt die alte Dame Hertha. Schafft er den Klassenerhalt, dann ist er der "Quälix". Steigt er ab, dann ist er der "Kannix": Felix Magath (68) 

 

Im Kickers-Keller brennt wieder Licht

 

10. März 2022 | Ja, es gibt sie noch, die lichten Momente, mit der sich Situationen und Stimmungen in Sekunden blitzartig verändern. Genau diese Initialzündung durfte ich im frostig kalten Gästeblock in der Brita-Arena zu Wiesbaden trotz Schiedsrichter Martin Petersen erleben. Die "Video-Pfeife" hätte bereits in der 60 Minute einen Elfmeter geben müssen, als Marvin Pourié im Strafraum gelegt wurde. Erinnert euch an das Zweitligaspiel in Holstein Kiel (12.02.21): Petersen saß damals im Kölner-Videokeller.

 

Die 93. Minute: Schiedsrichter Martin Petersen zeigte nach einem klaren Handspiel von Ahmet Gürleyen auf den Elfmeterpunkt. Pourié schoss schwach und für den Torhüter berechenbar ins linke Eck. Der Ball wurde abgewehrt und landete irgendwie bei David Kopacz. Ausgerechnet bei ihm, dem begnadeten Fußballer mit der schlechtesten Chancenverwertung. Und was macht der Bursche? Er schweißt den Ball ins einzig freie Dreieck. Ein mutiger Schuss mitten hinein ins Glück! Kopacz riss sich das weiße Trikot vom Leib. "Das Spiel ist aus - und alle Fans flippten aus: Der FWK ist wieder da!" Der kalte Fanblock brodelte wie einst im Mai als "Wulle" gegen Saarbrücken den Elfmeter hielt. Solche Kickers-Momente kann man nicht erfinden. Sie kommen auf ihre Art immer wieder. Manchmal dauert es Jahre bis sie kommen, aber sie kommen. Damit sie passieren braucht es die richtigen Akteure. Cheftrainer Ralf Santelli ist so einer, der mit seiner Emotionalität für Leben in der Bude sorgt und die Fans mitnimmt. Er hat aus einem seltsam anmutenden Spielerkader binnen weniger Wochen eine Mannschaft gemacht. Der Klassenerhalt ist plötzlich möglich. Drei Punkte gegen Dortmund II am Sonntag. Ein weiterer Heimsieg gegen Viktoria Köln am Freitagabend (18. März) und der Dalle bebt. 

 

Pokalhalbfinale in Illertissen

 

Der Derbysieg steht schon immer über allem. Fußballerisch hat er nur bestätigt, was seit dem Gründungsjahr der Regionalliga Bayern im Jahr 2012 klar ist: Die Kickers zogen als Außenseiter an Werneck-Ost und an der Mainaustraße vorbei in die vierte Liga. 10 Jahre sind vorüber und die Grünen treten weiter in ihrer Furt auf der Stelle. In der gleichen Zeit ist der FWK in die 3. Liga und zwei Mal in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Mehr muss man dazu als "alter" Kickers nicht sagen. 

 

So wie es aussieht wird in der Länderspielpause am Samstag, 26. März in Illertissen gespielt. Aubstadt spielt Anfang April gegen Giesing. Vielleicht gibt es für uns ein Pokalendspiel in Aubstadt?    

 

 

Zahnlose Tiger im Zirkus Santelli

 

28. Februar 2022 | Er fauchte am Zaun, drohte und wollte rein in Block eins. Der selbst ernannte Krieger hatte zielsicher einen Fan im Visier, dem er die Leviten lesen wollte. Fanol Perdedaj war außer sich, was ihn mit den meisten Zuschauern eint. Die hatten sich nämlich von ihrer Mannschaft einen bis auf die Zähne geführten Abstiegskampf erhofft. Stattdessen sahen sie in weiten Teilen des Spiels zahnlose Tiger, denen die wendigen Spieler aus Magdeburg gedankenschnell zwischen den Beinen enteilten. Bis Perdedaj, Schneider, Strohdiek, Hägele & Co. sich umdrehten, klingelte es im Kasten von Hendrik Bonmann, dem vielleicht noch besten Artisten im Zirkus Santelli. Warum und wie so ein Christian Strohdiek überhaupt noch aufgeboten wird, muss mir niemand aus dem sogenannten Profilager erklären. Tatsache ist, der kann es nicht mehr: Punkt. Wahrscheinlich muss man Profitrainer sein, um zu verstehen, warum Pourié beim Spielbeginn auf der Bank sitzt? Marvin ist der einzige Spieler, der wegen seiner Torgefährlichkeit beim Gegner Respekt genießt. Ob der kantige und wenig geschmeidige André Becker spielt oder nicht, ist auch egal, weil er reißt nichts. Das gilt übrigens auch für Mirnes Pepic. Es ist keinem Trainer gelungen, ein spielbestimmendes Duo Kopacz/Pepic zu installieren, obwohl die spielerische Klasse bei beiden vorhanden ist.

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es immer. Mag sein, dass wir noch eine klitzekleine Chance haben, weil die Konkurrenz ebenfalls nichts zustande bringt. Dafür braucht es aber am kommenden Samstag einen Sieg in Wiesbaden. Falls nicht, darf sich der Kickers-Zirkus mit der nächsten Spielzeit beschäftigen. Statt Hannover gehts dann nach Illertissen und statt Magdeburg grüßt Schalding-Haining. Den meisten "Jongleuren" wird es egal sein, sie ziehen ohnehin weiter. Ehrlich gesagt bin ich froh darum.  

   

 

 

Fußballparodie: "Wie zähme ich ohne Körperkontakt ein lahmes Zebra?"

 

15. Februar 2022 | Ralf Santelli hat mir im Sommer oben auf der Sieboldshöhe erklärt, warum er vom Sport, speziell vom Fußball mehr versteht als der normale Zuschauer: Er ist studierter Diplomsportlehrer und Fußballlehrer mit Pro Lizenz. So eine Ausbildung macht Sinn, wenn man Hochleistungssportler trainieren möchte. Für mich stellt sich mit Blick auf die Ansammlung derer, die am vergangenen Samstag gegen die Zebras aufliefen, die Frage, ob Santelli fürs Training der Fußballparodisten im roten Dress nicht überqualifiziert ist?

Die Bon-Männchen präsentierten nämlich vor der Pause in überzeugender Manier die skuril anmutende Aufführung "wie zähme ich ohne Körperkontakt ein lahmes Zebra?". In der Hauptrolle Bonmann und Strohdiek: Zwei Darsteller aus dem Ensemble "Erfahrung pur" von Sebastian Schuppan. Als Nebendarsteller parodierte Tobias Kraulich überzeugend den körperlosen Innenverteidiger: "Heißa war das lustig!" Bekanntermaßen ist Ironie die letzte Phase der Enttäuschung.

 

Letzte Ausfahrt Havelse

Dort auf dem Rasen liegt der Strohalm den es aufzuheben gilt. Es hilft kein Unentschieden und keine Ausrede. Marvin Pourie hat völlig recht mit seiner Forderung "Klappe halten". Moderiert und gelabert wurde genug. Der Spielerkader wurde im Januar nicht ausreichend verstärkt. Stefaniak und Becker sind okay, aber hinter ihnen ist eine Kluft. Kurzweg ist zwar zu allem bereit, aber genau das macht ihn zum Wackelkandidaten, wie seine Sperre belegt. Ruht also die allerletzte Hoffnung tatsächlich auf Pourié. Und schon sind wir wieder bei der Ironie. Ausgerechnet der verschmähte Spieler avanciert zum Hoffnungsträger. Zurück bleiben die langen Gesichter der Bon-Männchen und ein Trainer, der entlassen wurde, weil er auf der falschen Seite stand. 

Trainer Santelli traue ich zu, dass er in Havelse eine Mannschaft aufbietet, die gewinnen kann. Er brennt, das war gegen Duisburg zu sehen. Rein rechnerisch ist der Klassenerhalt zu schaffen. Aufgeben ist für mich jedenfalls keine Option.

 

2012 von der Landesliga in die Regionalliga Bayern

Vor 10 Jahren sind die Kickers furios in die neu gegründete Regionalliga Bayern aufgestiegen. Mit Glück heißt es immer von denjenigen, die mit ihrem Verein seit 2012 auf der Stelle treten. An ihrer Situation wird sich nichts ändern, egal in welcher Liga der ruhmreiche FC Würzburger Kickers zukünftig spielt.  

  

  

 

Rechtlicher Hinweis

 

Aufstiegsrat.de ist mein privater unabhängiger Blog. Er steht in keinem wirtschaftlichen und rechtlichen Abhängigkeitsverhältnis zum FC Würzburger Kickers e. V. und dessen Fußball-AG. Im Blickfeld von Aufstiegsrat.de steht das Geschehen im Fußballsport. Besonders beim FC Würzburger Kickers und seiner jeweiligen Spielklasse.

Dank der Trainer-Legende Richard Saller habe ich die Kickers seit 1975 in meinem Blickfeld. Als ich dann 1982 aus beruflichen Gründen nach Würzburg kam, wurden die Kickers zu einer Herzensangelegenheit. Das KSC-Gen habe ich als echter Karlsruher in der Blutbahn. Seit Jahrzehnten bin ich, was Leidensfähigkeit und sportliches Auf und Ab betrifft, im doppelten Sinn gestählt. In meiner aktiven Zeit habe ich 38 Jahre Fußball gespielt und viele Jahre als Trainer (B- und A-Schein) in den unterschiedlichsten Spielklassen gewirkt. Dazu kann ich auf 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Vereinsarbeit zurückblicken.

 

 

 

 

 

 

 

 

...beruht auf Wissen, Erfahrung und Intuition. Jemandem nach dem Mund reden ist mir zu bequem. Nichts fordern ist Faulheit.   

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